


Some words...
Frühmorgens losziehen ins Backcountry, wenn erst die Bergspitzen von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet werden und einem in der eisigen Luft der Atem im Gesicht gefriert. Dem Gipfel entgegen hiken, dass der Schweiss aus allen Poren dringt. Dann endlich der Drop In in ein steiles powdergefülltes Couloir, mit Vollgas vorbei an spitzen Felszacken und glitzernden Schneekristallen, ein Cliff da, ein Spray dort...
Mit zittrigen Knien im Run In eines Monster-Kickers stehen. Den ganzen Mut zusammen nehmen und sich in die Anfahrt werfen. Mit solchem Speed auf den Absprung losschiessen, dass die flatternde Kapuze fast zerreisst und es die Backen nach hinten zieht. Abheben, durch die Luft fliegen, die Schwerelosigkeit geniessen. Smooth landen, den Trick stehen, den Flow spüren...
Im Boardercross-Course wie eine Kugel in einer Murmelbahn den Weg des geringsten Widerstands suchen, in den Banks die Beschleunigung fühlen, über fette Kicker fliegen, als erster die Ziellinie überqueren...
Um solche Momente zu erleben, in denen Adrenalin durch die Adern rauscht und Endorphine durch den Körper schiessen, snowboarde ich. Solange ich solche Momente erlebe, werde ich snowboarden. Run für Run, Tag für Tag, Winter für Winter...
Ride on
Clemens

