
An den beiden norwegischen Europacups von Kongsberg erreichte ich den 10. und 17. Platz. Der Course war wie immer in Kongsberg sehr gut gebaut mit vielen grossen Sprüngen und Rollers. Es machte extrem Spass hier zu fahren, war aber auch anspruchsvoll.
Am Samstag überstand ich die erste Finalrunde, nachdem ich beim Sturz meines Teamkollegen Marvin James fast ebenfalls zu Fall gekommen wäre. In der zweiten Runde wartete mit Sven Aschwanden ein weiterer Schweizer auf mich. Er startete blitzschnell und lag von Beginn an in Führung. Ich erwischte keinen so guten Start und lag zunächst nur an dritter Stelle, vor mir war der Russe Anton Koprivitsa. Diesen konnte ich in der zweiten Kurve überholen. Durch meine engere Linienwahl hatte ich aber so viel Geschwindigkeit, dass ich bis zu Sven aufschloss und sein Brett touchierte. Dadurch verlor ich den Kantenhalt und stürzte, was das Aus bedeutete.
Im zweiten Rennen am Sonntag kam ich erneut bei einem Kontakt mit einem Kontrahenten zu Fall, dieses Mal leider bereits in der ersten Runde. Ich hatte zwar einen schnellen Start, doch der neben mir startende Pole Marcian Bocian lag in der ersten Kurve eine halb Brettlänge vorne. Er fuhr eine sehr enge Linie und schnitt mir so den Weg ab. Dabei berührte er die Nose meines Brettes, wodurch es mich um 180° drehte. Bis zum Sprung gleich nach der Bank fuhr ich switch weiter, verlor aber allen Speed und wurde von den anderen beiden Ridern überholt. Diese lagen danach gleichauf und lieferten sich einen Fight um den zweiten Platz, weshalb ich trotz viel mehr Speed im unteren Teil nicht überholen konnte. Kurz vor dem Ziel versuchte ich trotzdem anzugreifen. Dabei stürzte der eine der anderen beiden und ich musste ausweichen, während der andere ungehindert weiterfahren konnte.
Nun gibt es eine zweiwöchige Wettkampfpause, bevor ich am 21. Februar nach Sotschi reise, wo vom 24.-26. Februar auf der Olympiastrecke von 2014 zwei Europacups stattfinden.
Mein Wochenende am Doppeleuropacup in Cervinia (ITA) war leider nicht sehr erfolgreich. Am Samstag stürzte ich bei starkem Schneefall und dichtem Nebel in einer holprigen Bank bereits in der Qualifikation.
Am Sonntag waren die Verhältnisse deutlich besser, wobei jene Bank nach wie vor die Schlüsselstelle bildete. Ich ging nicht voll auf Risiko und brachte meinen Quali-Lauf sicher ins Ziel, wenn auch nur auf Platz 22. In der ersten Finalrunde warteten starke Gegner auf mich. Bei einem Sprung kurz nach dem Start touchierte mich der Spanier Laro Herrero, danach war ich an 4. Stelle, jedoch dicht hinter den anderen. Weiter unten konnte ich wieder viel Speed aufbauen und den Drittplatzierten überholen. In der letzten Kurve hatte ich mehr Speed als die anderen, doch beim Überholen berührte ich das Brett von David Bakes (CZE), stand quer und musste mich von den anderen Ridern wieder überholen lassen.
Ich bin zuversichtlich, dass es am nächsten Wochenende auf meiner Lieblingsstrecke in Kongsberg (NOR) besser klappen wird.

Auch gestern beim zweiten Anlauf in Veysonnaz hat es mir nicht für die Finals gereicht. Im ersten Lauf meinte ich zwar, gut gefahren zu sein, obwohl mir bei starkem, böigem Wind in einem Flachstück etwas Speed gefehlt hat. Im zweiten Lauf war dann der Wind so stark, dass nichts mehr zu machen war und praktisch alle Rider etwa 3 Sekunden langsamer waren als im ersten, so auch ich. Am Ende fehlten mir 3 Zehntel und 2 Ränge für die Finalqualifikation…
Am nächsten Wochenende geht es weiter mit einem Doppeleuropacup in Cervinia (ITA), dem Ersatzort für das schneefreie Cesis (LAT).
Bild: Pascal Schwyn (SHN)

Nach der Absage der Europacups von Cortina d'Ampezzo im Dezember mangels Schnee konnte ich am vergangenen Wochenende nun endlich in die Wettkampf-Saison starten.
Nach einem FIS-Race am Freitag, an dem ich nur trainingshalber teilnahm, ging es am Samstag los mit dem ersten Europacup. Das Teilnehmerfeld war äusserst gut besetzt. Offenbar hatten sich viele Rider nach der Absage des Weltcups in Bad Gastein von dieser Woche dazu entschieden, in Frankreich zu starten. Entsprechend hatten wir nur einen Qualilauf, dafür wurden die Finals in einem 64-er Tableau ausgetragen.
Ich hatte zwei gute Trainingsläufe und hatte den Speed, der mir am Freitag noch gefehlt hatte, gefunden. Doch als es dann zählte, war ich in der zweiten Bank etwas spät dran und kam voll auf der Kante auf die darauf folgende Roller-Section, hob ab und stürzte - damit war ich natürlich out…
Am Sonntag im zweiten Europacup wollte ich es besser machen. In der gleichen Roller-Section passierte mir zwar ein kleiner Fehler, was mich wegen fehlender Geschwindigkeit auf nachfolgendem Flachstück einige Zeit kostete, doch ich qualifizierte mich problemlos für die Finals.
Dort überstand ich die erste Runde trotz verpatztem Start locker. Bereits in der zweiten Runde musste ich wegen meiner mässigen Quali-Zeit den ungünstigen Startplatz rechts aussen nehmen. Ich konnte mich nur als Vierter nach der Startgerade einreihen, jedoch dicht hinter den anderen drei Ridern. Der dritte und der zweite lieferten sich einen Fight von Beginn weg, sodass ich nicht überholen konnte und abwarten musste. Dies zahlte sich aus, denn als der dritte kurz vor dem Ziel überholen wollte, stürzten beide. Ich konnte ausweichen und war eine Runde weiter.
Im folgenden Viertelfinal warteten mit Emanuel Perathoner (ITA), Lluis Marin Tarroch (AND) und Fabio Cordi (ITA) drei äusserst starke Gegner auf mich. Wieder musste ich rechts aussen starten und hatte trotz eigentlich schnellem Start keine Chance, an den anderen vorbei zu kommen. Erst kurz vor dem Ziel konnte ich dank eines Fehlers von Cordi diesen überholen, schied aber als 3. im Heat aus, was den 11. Schlussrang bedeutete.
Da der nächste geplante Europacup von Isola (FRA) bereits wegen Schneemangel abgesagt wurde, hat sich mein Programm erneut etwas geändert. Am nächsten Samstag, 14.1. werde ich als Training das FIS-Rennen in Sedrun bestreiten. In der darauf folgenden Woche werde ich am Weltcup in Veysonnaz starten, welcher wegen der Absage von Bad Gastein als Doppel-Event ausgetragen wird. Das Programm sieht folgendermassen aus:
Mittwoch, 18.1. Qualifikation 1
Donnerstag, 19.1. Finals 1
Samstag, 21.1. Qualifikation 2
Sonntag, 22.1. Finals 2


Wegen Schneemangel wurde der geplante Auftakt zur Europacup-Tour in Cortina d'Ampezzo (ITA) vom kommenden Wochenende abgesagt. Nun werden wir - sofern es der angesagte Sturm erlaubt - stattdessen in Davos (Bild) und im Kaunertal trainieren.
Mit dem Heilungsverlauf meiner Knieverletzung bin ich nach wie vor äusserst zufrieden. Ich habe diese Woche jeden Tag auf dem Board verbracht und spüre keine Beeinträchtigung mehr.
Der neue Start in die Wettkampf-Saison ist nun in Puy St. Vincent (FRA) ab dem 7.1.2012.

Es ist soweit: Nach 7 Wochen Zwangspause wegen meiner Knieverletzung kann ich endlich auf den Schnee zurückkehren. Dank der hervorragenden sportmedizinischen Behandlung im move>med Swiss Olympic Medical Center und unzähligen Stunden im Kraftraum ist mein Knie rechtzeitig zum Saisonstart wieder fit geworden. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei meinen Ärzten Walter O. Frey und David Germann, meiner Physiotherapeutin Ursina Banzer sowie dem ganzen Physio-Team von move>med für die super Betreuung!
Ich werde das Wochenende in Laax verbringen und hoffentlich das Brettgefühl bald wieder finden, bevor ich dann nach Saas Fee weiterreise, wo ich nächste Woche wieder ins Training mit dem Swiss Snowboardcross Team einsteigen.

Letzte Woche war es endlich so weit: das erste Schneetraining der Saison 2012 in Saas Fee stand auf dem Programm! Bei herrlichem Spätsommerwetter aber mangels Schnee auf dem Gletscher eisiger Unterlage genoss ich es, wieder auf dem Board zu stehen. Anfangs brauchte ich einige Runs, um das Gefühl wiederzufinden, doch je länger die Woche dauerte, desto wohler fühlte ich mich. Am Donnerstag - dem letzten Tag des Trainingscamps - jedoch stürzte ich unglücklich in einer eisigen und holprigen Bank des Boardercross. Obwohl der Sturz eigentlich harmlos war, kriegte ich einen Schlag ins rechte Knie und hatte vorübergehend starke Schmerzen, die aber schnell wieder nachliessen. Trotzdem liess ich das Knie anfangs dieser Woche untersuchen. Die Diagnose lautet Innenbandriss und mindestens vier Wochen keine Belastung. Jetzt heisst es statt der geplanten Auszeit vor der Saison beim Wellenreiten Physiotherapie, Rehabilitation und Kraftraum...
Lange ist es her, seitdem ihr das letzte Mal etwas von mir gehört habt...
Ich hatte noch einen guten Saisonabschluss im April mit etwas Park fahren und einem Kurs für Jugend+Sport. Seither war ich nicht mehr auf dem Brett. Der Trainingsschwerpunkt liegt diesen Sommer im physischen Bereich, mit dem Schneetraining werden wir erst wieder im Herbst starten. So verbringe ich momentan viel Zeit mit Kraft- und Ausdauertraining, aber auch das Ausgleichstraining kommt nicht zu kurz. Ich konnte mir im Juli von meinem neuen Sommerjob in der Outdoor-Event-Branche eine Woche frei nehmen und habe diese mit Wellenreiten und Kite-Surfen in Spanien und Frankreich verbracht. Regelmässig trainiere ich auch auf dem Downhill-Bike, was dem Boardercross-Fahren sehr nahe kommt. Wie ihr auf dem Filmchen im Link sehen könnt, hatte ich gestern gerade einen super Trainingstag in Crans Montana mit meinen Freunden Jonas, Marco und Mess!

Zuerst ein Nachtrag zum zweiten und letzten Weltcup der Saison vom 25.3. in Arosa: auch dort ist mir die Finalqualifikation erneut ganz knapp nicht gelungen - 9 Hundertstel haben gefehlt...
Am letzten Freitag stand dann der allerletzte Wettkampf der Saison auf dem Programm, die Schweizermeisterschaft am Corvatsch im Engadin. Der Course beinhaltete einige Tücken, darunter ein Triple-Sprung. Bei diesem Kicker mit anschliessendem Doppel-Roller brauchte es extrem schnelle Beine, um am richtigen Ort zu landen. Danach folgten unter anderem zwei Highspeed-Kicker, die man anbremsen musste, um nicht zu weit zu fliegen.
Mir gelang eine gute Quali, ich lag nach dem Zeitlauf auf dem 3. Platz. Die Finals wurden in einem 64-er Tableau gefahren, das heisst bis in die letzte Runde waren 5 Heats zu fahren. Meine ersten beiden Heats gewann ich mit grossem Vorsprung. Vor meinem Viertelfinal gab es einen längeren verletzungsbedingten Unterbruch, und ich musste aufpassen, dass ich die Konzentration nicht verlor. Trotzdem gewann ich auch den folgenden Viertelfinal mühelos. Im Halbfinal blieb ich in der ersten Bank im tiefen Sulzschnee hängen und konnte nicht genug Speed aus der Kurve mitnehmen. Ruben Arnold und der Deutsche Martin Noerl hatten dadurch etwas Vorsprung auf mich, was ich bis ins Ziel nicht mehr ändern konnte. Somit hiess es für mich nur Kleines Finale. Dieses gewann ich dann wiederum mühelos, was den 5. Platz bedeutete. Genau genommen klassierte ich mich in der Wertung der Schweizermeisterschaft auf dem 4. Platz, da Noerl (GER) dort nicht klassiert wurde. Schweizer Meister wurde Ruben Arnold, herzliche Gratulation!
Damit ist meine Contest-Saison abgeschlossen. Mein Ziel, einen Podestplatz in der Europacup-Gesamtwertung herauszufahren, konnte ich leider nicht erreichen. Da ich ab Mitte Saison einen Weltcup-Startplatz erhielt, hat sich mein Fokus verschoben. Zwar konnte ich im Weltcup keine Top-Resultate erzielen. Dafür habe ich dort wertvolle Erfahrungen gesammelt und auf den Trips unvergessliche Erlebnisse gehabt. Jetzt hoffe ich, dass ich nächste Saison Gelegenheit haben werde, im Weltcup Fuss zu fassen und werde im Sommertraining darauf hin arbeiten!

Am ersten Weltcup in Arosa hat es mir in der gestrigen Qualifikation erneut äusserst knapp nicht für die Finals von heute gereicht, es fehlten 14 Hundertsel für die Top 48, welche heute in 6er-Heats die Finals gefahren sind. Die ersten 50 Fahrer klassierten sich gestern innerhalb von 2.2 Sekunden...
Jetzt heisst es morgen nochmals richtig Gas geben, damit es dann hoffentlich beim zweiten Weltcup hier für die Finals reicht! Leider wird das Rennen morgen Nachmittag nicht auf SF2 übertragen, sondern auf Eurosport 2.

Wettermässig änderte sich in Italien nicht viel zwischen Training und Quali. Die Schneefallgrenze war zwar über Nacht etwas gesunken und es waren ca. 40 cm Neuschnee gefallen, es schneite jedoch am Donnerstag in unverminderter Intensität weiter. Dies sorgte für extrem schwierige Verhälnisse. Obwohl der Course durch zahlreiche Helfer ununterbrochen freigeschaufelt wurde, entstand nur eine etwa 50 cm breite "Fahrrinne" in der Mitte der Strecke, ausserhalb war alles Powder!
Während meines ersten Qualilaufs schneite es gerade besonders heftig. Obwohl ich keine grösseren Fehler gemacht hatte, verlor ich extrem viel Zeit auf die Besten, von denen einige trotz der langsamen Verhältnisse schnelle Läufe hinunterbrachten. Für den zweiten Lauf wechselte ich auf ein anderes Board mit anderem Wachs. Unterdessen hatte auch der Schneefall etwas nachgelassen und die Piste war zweifellos schneller geworden. Bei einem Sprung, bei dem ich zuvor noch Mühe hatte, überhaupt in die Landung zu kommen, sprang ich jetzt viel zu weit. Dies kostete mich viel Zeit und ich wäre fast gestürzt! Im Ziel fehlten mir 5 Hundertstel für die Finalqualifikation, ich beendete das Rennen auf dem 33. Platz...
Nach diesem unglücklichen Resultat machte ich mich sogleich auf den Weg nach Lenk, wo schon am Freitag der erste von zwei Europacups anstand. In Lenk lief es mir besser. Nach einer mässigen Quali (10. Platz) konnte ich mich in den Finals steigern. Die ersten beiden Runden überstand ich problemlos. Im Halbfinal konnte ich zusammen mit meinem Teamkollegen von einem Crash der anderen beiden Rider profitieren und war damit im Final. Dort trafen mit Ruben, Tim und mir drei Schweizer aufeinander, ergänzt durch den Griechen Alexis Tsokos. In einem Foto-Finish konnte Ruben den Final für sich entscheiden, knapp vor Tim und mir. Obwohl ich natürlich gerne ganz zuoberst gestanden wäre bin ich sehr zufrieden mit diesem Podestplatz im Europacup, zumal es mein bestes Saisonresultat ist.
Im zweiten Rennen vom Samstag lief es mir weniger gut. Einmal mehr schneite es intensiv, was für schwierige Verhältnisse sorgte. Ich hatte etwas zu kalt gewachst und meine Boards liefen überhaupt nicht. Schon in der Quali verlor ich 3 Sekunden, was jedoch noch immer für den 22. Platz reichte. Die erste Runde des 64er-Finaltableaus überstand ich noch problemlos. In der zweiten Runde, wo ich in einem starken Heat erneut auf Ruben und den Polen Mateusz Ligocki traf, war jedoch Endstation.
Heute durfte ich in Arosa den Course fürs Weltcup-Finale als Testrider ausprobieren! Der Course ist super schön! Grosse, weite Sprünge, super geshapte Banks und eine schnelle Finish-Section sorgen für viel Aciton! Ich freue mich auf das offizielle Training von morgen und auf die beiden Contests von Mittwoch/Donnerstag und Freitag! Weitere Infos folgen, auch bzgl. allfälliger TV-Übertragung am Freitag...



Nach einigen Wochen ohne (wichtige) Contests melde ich mich wieder mit aktuellen News. Ich bin gestern nach Italien gereist, wo im Valmalenco ein Weltcup ansteht. Heute war Trainingstag. Wir fanden einen äusserst coolen Course vor: Nach einer Startsection mit einem Mini-Wutang, einem Roller und einem Mini-Stepdown folgt eine Section mit 6 Kickern in Folge! Leider war es infolge des nassen Neuschnees (welcher im Zielgelände in runden, schweren, durchsichtigen Flocken fiel...) zu langsam, als dass man alle Kicker hätte springen können. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Course sehr und ich war im Training gut unterwegs. Vor allem bei den Starts hatte ich ein gutes Gefühl, welches durch die Videoanalyse bestätigt wurde.
Jetzt freue ich mich auf die Quali von morgen und bin zuversichtlich, am Freitag bei den Finals dabei zu sein!
Nach dem Contest hier reise ich direkt weiter nach Lenk ans Europacup-Finale, wo ich ebenfalls starten werde. Die nächsten News folgen deshalb erst frühestens am Sonntag. Die Resultate sind aber wie immer zu finden auf www.fis-ski.com .
Und jetzt noch eine Vorankündigung: Nächste Woche findet in Arosa das Weltcupfinale mit einem SBX-Doppelweltcup statt, wo ich ebenfalls am Start sein werde. Der erste Contest findet am Mittwoch und Donnerstag statt. Der zweite Weltcup vom Freitag, 25.3. wird voraussichtlich am Nachmittag live auf SF2 übertragen! Genauere Infos folgen...


Als wir am Montag in Montreal ankamen, war es so, wie man sich den Winter in Kanada vorstellt: Eisige Temperaturen und Schneesturm. Auf der Fahrt nach Quebéc am nächsten Tag zeigte sich, dass offenbar nicht alle Kanadier mit den winterlichen Verhältnissen zurecht kamen: Autos neben der Fahrbahn alle paar Kilometer, zuweilen auf dem Dach... Obwohl ich normalerweise kein Freund von grossen Autos bin, war es dieses Mal ganz OK, dass wir in einem Chevi Suburban, einem monstermässigen amerikanischen SUV, unterwegs waren.
Das Training am Mittwoch auf dem SBX in Stoneham (30km von Quebéc) fand dann bei strahlendem aber eisig kaltem Winterwetter statt. Der Course war perfekt präpariert und super zu fahren. Es lief mir gut und ich war zuversichtlich für meinen ersten Ausland-Weltcup. Leider konnte ich aber das gute Gefühl aus dem Training in der Qualifikation nicht umsetzen. Obwohl ich keine groben Fehler machte, schlichen sich einige kleine Patzer ein. In einem Europacup hätte dies keine grossen Auswirkungen gehabt, doch hier hiess dies Finalqualifikation verpasst, trotz nur 36 Startenden. Was mich zuversichtlich stimmt ist, dass ich keinen grossen Rückstand auf die Top 32 hatte. Ich werde in den verbleibenden Weltcups in Valmalenco und Arosa weiterhin versuchen, mich dem hohen Weltcup-Level zu nähern.

Der World Cup hier in Korea ist abgesagt worden. Leider ist es zu gefährlich, auf dem Course, den wir hier vorgefunden haben, einen Wettkampf abzuhalten. Der Start befand sich oberhalb eines Steilhangs, in welchen sechs Banks gebaut wurden. Dafür wurde soviel Schnee benötigt, dass hinter jeder Steilwandkurve eine 10 Meter hohe Wand entstand. Bei einem Crash in der Bank hätte ein Sturz über die Netze die Wand hinunter gedroht... Auch die schnelle Finish Section mit zahlreichen Sprüngen wäre kaum fahrbar gewesen. Die Tables waren teilweise zu kurz bemessen, was zu Overshooting und allenfalls schlimmen Stürzen hätte führen können.
Es ist unglaublich, das der Internationale Ski Verband (FIS), welcher für die Organisation verantwortlich ist, nicht fähig ist, die Durchführung eines Weltcups zu garantieren! Diese Piste, welche im letzten Sommer von der FIS für einen SBX gutgeheissen wurde, hätte niemals akzeptiert werden dürfen. In so steilem Gelände ist es praktisch unmöglich, einen Boardercross zu bauen!
Die Absage des Weltcups ist schade sowohl für uns, weil wir vergeblich die nicht kurze Reise nach Korea gemacht haben, wie auch für die koreanischen Organisatoren, welche einen enormen Aufwand zum Bau des Kurses betrieben haben, der jetzt nicht gebraucht werden kann!
Wir werden uns die Zeit bis zu unserem Rückflug am Mittwoch mit einem Trip in die koreanische Hauptstadt Seoul vertreiben.

Gestern fanden die beiden Qualifikationsläufe für die heutigen Finals statt. Im ersten Lauf hatte ich Glück: Ich kam, nachdem ich den oberen Teil gut gefahren war, mit viel Speed auf die Finish-Section und overshootete den letzten Kicker massiv. Ich landete kurz vor dem ersten der drei letzten Roller und konnte diese nur noch mit Mühe absorbieren. Dies kostete Zeit: eine knappe Sekunde Rückstand auf die Bestzeit und Platz 5 im ersten Lauf. Nach dem ersten Lauf begann es zu schneien, was für mich ungünstig war, da ich als erster starten musste. Auf der Neuschneeschicht gelang mir zwar eine fehlerfreie Fahrt, war aber trotzdem langsamer, da der Neuschnee bremste. Nach einigen Fahrern wurde es wieder schneller und ich lag nach Abschluss der Quali auf Platz 7.
Ich nahm mir vor, diesen Platz in den heutigen Finals zu verbessern. Über Nacht hatte es weiter geschneit und die Piste war heute erneut langsamer. Die erste Runde überstand ich problemlos. In der zweiten Runde verpatzte ich den Start völlig und lag darauf an vierter Stelle. In der zweiten Kurve konnte ich den Dritten überholen und holte auf den Zweiten weiter auf. In der letzten Kurve fuhr ich eine hohe Linie und kam mit viel Speed raus, damit ich in der Finish-Section hätte überholen können. Doch ich war für den Corner unmittelbar nach der Kurve zu spät dran, war beim Absprung noch voll auf der Kante und hatte in der Luft viel zu viel Vorlage. Im Flug versuchte ich meine Position noch zu korrigieren, doch es war nichts mehr zu machen: Ich landete voll auf Kopf und Schulter! Somit war ich out und klassierte mich auf dem 13. Platz.
Glücklicherweise habe ich mich beim Sturz nicht ernsthaft verletzt. Das wäre extrem schade gewesen, denn: Aller Voraussicht nach werde ich die restlichen vier Weltcups der Saison in Korea, Kanada, Italien und Arosa fahren können! Morgen reise ich nach Hause und werde mich zwei Tage ausruhen, bevor ich am Donnerstag nach Korea reise.

Am Dienstag bin ich mit der ersten Gruppe der Schweizer Delegation hierher nach Erzurum in die Türkei an die Universiade gereist, den Jetlag aus Nordamerika nahm ich gleich mit... Bis nach Istanbul verlief die Reise einwandfrei, doch dort wurde es turbulent. Vom internationalen Terminal mussten wir zuerst einmal den ca. 1 km langen Fussmarsch zum Domestic Terminal absolvieren, hilfsbereite Portiers von Turkish Airlines waren uns glücklicherweise mit den Tonnen von Gepäck behilflich. Natürlich reisten auch alle anderen Nationen über Istanbul, und eine etwa dreissig-köpfige Gruppe von Engländern schnappte uns am einzigen bedienten Check-In-Desk gerade die letzten Plätze im nächsten Flug nach Erzurum weg. So wurden wir auf den übernächsten Flug gebucht, der allerdings erst in vier Stunden abflog. Kurz nach Mitternacht kamen wir nach knapp zwei Flugstunden ostwärts in Erzurum an, wo wir nach nur etwa einer Stunde Wartezeit von einem Bus abgeholt wurden... Richtig mühsam wurde es erst am Eingang zum Athletendorf, wo eine penible Personenkontrolle stattfand und jedes einzelne Gepäckstück gescannt werden musste. Leider waren zwei Scan-Maschinen etwas wenig für den nächtlichen Ansturm von zwei Flugzeugen voller Athleten mitsamt all ihrer Ausrüstung, und so verbrachte ich weitere zwei Stunden im Gedränge, bevor ich um 3 Uhr endlich ins Bett kam.
Den nächsten Tag verbrachte ich vorwiegend mit Schlafen, und als ich dann mal aufstand merkte ich, dass hier bis auf einige Zentimeter gar kein Schnee lag! Gestern, als wir zum ersten Mal hinauf ins Gebiet fuhren, zeigte sich, dass dort die Lage nicht anders aussah... Doch trotzdem fanden wir einen ziemlich anständigen Boardercross vor, der Schnee dafür wurde mit Lastwagen herangekarrt!
Gestern Abend fand die offizielle Eröffnungsfeier der Universiade statt, eine pompöse Feier in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Fussaballstadion, wo wir einlaufen durften! Die Show zog sich zwar ziemlich in die Länge, doch der teilweise intensive Schneefall sorgte wenigstens für eine winterliche Stimmung (und für kalte Füsse).
Heute konnten wir auf dem Course trainieren, und obwohl mein Board ein paar Kratzer abbekam, wird ein gutes Rennen darauf möglich sein. Es hat eine interessante Startsection mit einem Step-Up-Table gefolgt von drei Rollern, fünf zum Teil grosse Sprünge und drei Banks (die lustigerweise alle nach links gehen). Morgen finden die Quali-Läufe statt, die Finals stehen am Sonntag auf dem Programm. Aktuelle Resultate werden Realtime auf www.erzurum2011.gov.tr zu finden sein und am Sonntagnachmittag wird eine Aufzeichnung des SBX auf Eurosport 2 gesendet.


In Mt Hood wurden wir vom Veranstalter in einem Hotel mitten im Wald einquartiert, wo es wohl in der Umgebung mehr Bären und Wölfe als Menschen hatte! Zum Resort Mt Hood Meadows, wo die Contests stattfanden, waren es 20 Meilen und ins nächste Dorf war es ebenso weit - ein Katzensprung für amerikanische Verhältnisse! Wir logierten in einem eigenen Blockhaus mit Kaminfeuer!
Während dem Training am Dienstag schneite es ununterbrochen. Der SBX-Course war aber trotzdem gut geshaped und auch hier zeigte sich, dass unsere Suche nach guten Kursen erfolgreich war. Die Startsection bestand aus einem Roller, einem Step-Up und einem Doppelroller, gefolgt von einer schnellen Bank-Combo. Danach folgten weitere Sprünge und hohe, runde Banks sowie eine Zielgerade mit einem 20 Meter Kicker. Genau um solche Courses zu fahren sind wir nach Amerika gereist! Trotz des miesen Wetters und der noch müden Beine von Big White machte bereits das Training super viel Spass!
Am ersten Rennen vom Mittwoch zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite: nach einer kristallklaren Vollmondnacht folgte ein wolkenloser Sonnentag! Die Rahmenbedingungen für einen coolen Tag waren also gegeben, und die starke Besetzung sollte einen spannenden Contest garantieren: Es waren viele amerikanische und kanadische Topfahrer am Start, welche sich auf die X-Games von kommender Woche vorbereiteten, darunter Superstar Shaun Palmer.
Dieser gab in der Quali auch gleich mal den Tarif durch und fuhr die Bestzeit. Ich büsste gut 1.5 Sekunden auf ihn ein und klassierte mich damit auf dem 11. Zwischenrang. In den Finals überstand ich die erste Runde ohne Probleme. Im Viertelfinal war es sehr eng. Ich startete von einem mittleren Startplatz und wurde über den Step-Up eingeklemmt. Ein anderer Rider landete auf meinem Board, wodurch es mich quer stellte und ich allen Speed verlor. Ich konnte an 4. Stelle liegend nochmals aufholen und anfangs Zielgerade lagen alle vier Rider extrem nah beisammen. Ich beging jedoch einen Fehler, der mich viel Geschwindigkeit kostete, was den 4. Platz im Heat und das Out bedeutete - Schlussrang 13. Besser lief es Ruben, er fuhr in den Kleinen Final und gewann diesen, womit er sich den 5. Platz holte!
Am zweiten Tag war die Piste schneller geworden. Man musste aufpassen, dass man die Sprünge nicht overshootete! Höchste Konzentration und schnelle Beine waren gefragt. Es war jedoch schwierig, dies aufzubringen, war es doch das vierte Rennen in sechs Tagen! Nichtsdestotrotz gelang mir ein guter erster Qualilauf, ich lag zwischenzeitlich an 8. Stelle. Den zweiten Lauf verpatzte ich jedoch und fiel erneut auf Platz 11 zurück. Für die Finals versuchte ich, nochmals ein Maximum an Energie aufzubringen, spürte aber die Anstrengungen der letzten Tage. Die erste Runde überstand ich trotzdem mühelos. In der weiten war jedoch bereits wieder Endstation. An zweiter Stelle liegend stürzte ich in der ersten Kurve, als mich ein anderer Rider überholen wollte - ein dummer Fehler. Ich belegte den 14. Schlussrang und hatte immerhin die Genugtuung, Palmer geschlagen zu haben, welcher in der ersten Runde ausschied.
Obwohl ich mir resultatmässig bei diesen vier Rennen mehr erhofft hatte, hat sich unser Trip nach Nordamerika gelohnt! Es hat super viel Spass gemacht, auf diesen Courses zu fahren. Die lockere Atmosphäre und die aufgeschlossenen Leute an den Contests hier sind gute Erfahrungen, die ich gerne mit nach Hause nehme, ganz zu schweigen vom Trainingseffekt.
Jetzt verbringen wir noch einen Tag in Seattle, bevor wir am Sonntag nach Hause fliegen. Dort bleiben mir gut 24 Stunden, bevor ich weiter an die Universiade in die Türkei reise.


Big White heisst so nicht etwa wegen den überdurchschnittlichen Mengen weisser Pracht - gemäss dem Werbeprospekt des Resorts 26 ft. pro Saison - sondern wegen des fast permanenten Nebels, welcher zusammen mit dem Wind die Bäume in "snow ghosts" verwandelt und so für eine mystische Winterlandschaft sorgt. Dem Nebel zum Opfer fiel dann auch das erste Training am Freitag, es waren nur einige Inspection-Runs möglich. Dabei zeigte sich, dass wir hier gefunden haben, was wir gehofft hatten in Nordamerika anzutreffen: Ein technischer SBX mit richtigen Banks und zahlreichen guten Sprüngen! Die Start-Section bestand anfänglich aus zwei Wu-Tangs mit senkrechten Verts, wobei der zweite dann in einen Step-Up verwandelt wurde, da er zu vielen Ridern Probleme bereitete.
Da wir vom Powdern am Vortag müde Beine und von der langen Reise einen Jetlag hatten, war es uns gerade recht, dass es noch nicht gleich losging. Wie gewöhnlich - wenn nicht gerade die Airline ein Luxushotel bezahlt - waren wir in Big White wieder in einem Vierer-Appartmentzimmer untergebracht und waren froh um die rudimentäre Kücheneinrichtung, so konnten wir uns als Ausgleich zum Fastfood auch mal einen frischen Salat machen.
Für das erste Race vom Samstag zeigte sich Big White von seiner besten Seite: zwischenzeitlich schien sogar die Sonne, und zum ersten Mal sahen wir, wo wir eigentlich waren! Mir gelang ein guter erster Zeitlauf. So konnte ich im zweiten aufs Ganze gehen. Ich verbesserte mich noch etwas und lag vor den Finals an 8. Stelle. Die ersten beiden Finalläufe überstand ich mühelos. Im Halbfinal musste ich von der ungünstigen Position ganz links starten und bog als letzter in die erste Kurve ein. Den Dritten konnte ich sofort überholen, doch mit dem Zweiten hatte ich einen harten Fight. Zwei Mal waren wir gleichauf, doch zum überholen reichte es leider nicht und ich war nur im Kleinen Final. Dort landete ein anderer Rider nach dem Step Up in der Start Section auf meinem Tail und ich stürzte in der ersten Bank, wo dann ein weiterer Rider in mein Board crashte... Ich konnte den Lauf als 3. beenden, was den 7. Schlussrang bedeutete. Vom Crash war ich ziemlich gebeutelt, doch verletzt habe ich mich zum Glück nicht.
Beim Aufstehen am Sonntag spürte ich noch die Nachwirkungen davon! Nun herrschte wieder das für Big White übliche Wetter: Sichtweite unter 10 Meter. Die Organisatoren setzten alles daran, auch das zweite Race durchführen zu können und markierten den ganzen Course mit viel Farbe und Tannenzweigen. So konnten wir trotz stockdickem Nebel zwei Quali-Läufe fahren. Der erste gelang mir erneut gut, ich lag danach an 4. Stelle. Im zweiten riskierte ich zu viel und machte einen Fehler, wodurch ich mich nicht verbessern konnte und auf Platz 9 zurückfiel. Wie bestellt klarte es kurz vor den Finals auf und wir waren froh, die Heats bei guter Sicht fahren zu können. Die erste Runde überstand ich an zweiter Stelle, knapp vor meinem Teamkollegen Felix Arnold. Im Viertelfinal war aber bereits Endstation. Ich war am Start bereits zu langsam, wohl mitunter weil mir buchstäblich noch alles weh tat vom Crash am Vortag: 9. Schlussrang. Meinem Teamkollegen Ruben Arnold lief es besser, er wurde 4.
Damit ist unser Abenteuer Kanada bereits zu Ende. Nachdem wir an der amerikanischen Grenze ein weiteres Mal auf Herz und Nieren geprüft wurden, wurden wir erneut willkommen geheissen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und sind nun unterwegs nach Mt Hood, wo vom 18.-20.1. zwei weitere Nor-Am Cups anstehen.


Der Nordamerika-Trip mit meinen Teamkollegen Ruben Arnold, Felix Arnold und Beat Fischli begann damit, dass unser Flug nach Washington annulliert wurde. So verbrachten wir halt einen Tag im Radisson am Flughafen Zürich bei exzellenter Verpflegung. Wenn wir gerade nicht assen, bewegten wir uns im Fitnessraum etwas.
Am nächsten Tag klappte es dann besser und wir kamen wie geplant in Washington an, von wo aus es nach Seattle weiterging. Doch dummerweise kam ein heftiger Schneesturm auf, der offenbar den halben Kontinent lahm legte. Zuerst verspätete sich unser Abflug nämlich um über zwei Stunden, und sechs Flugstunden später war eine Landung in Seattle wegen zu viel Schnee nicht möglich. So warteten wir auf einem Provinzflughafen in der Nähe, bis die Landebahn in Seattle freigepflügt war. Als wir dann spät in der Nacht endlich ankamen - wir waren mittlerweile 24 Stunden unterwegs - hatte die Autovermietung natürlich längst geschlossen. So verbrachten wir eine weitere Nacht in einem noblen Flughafenhotel, dieses Mal war es das Marriott. Wir beschlossen, am nächsten Tag direkt nach Big White zu fahren und unseren geplanten Abstecher nach Vancouver zu streichen. Wir nahmen also unseren 7-plätzigen Dogde Minivan mit "good all season tires" (das heisst auf europäisch: Sommerreifen...) in Empfang und machten uns auf den Weg. Die Fahrt nach Big White dauerte statt der geplanten sechs zehn Stunden, einmal mehr gerieten wir in einen Schneesturm. Wir kamen jedoch gut an, ohne dass wir die Schneeketten, die wir sicherheitshalber gekauft hatten, gebraucht haben.
Heute verbrachten wir einen fantastischen Tag mit Freeriden in den Wäldern von Big White! Noch nie bin ich so viele coole Treeruns an einem Tag gefahren! Videos folgen...
Morgen geht es los mit einem ersten Training auf dem SBX-Course, bevor am Samstag und Sonntag die beiden Nor-Am-Cups auf dem Programm stehen.


Diese Woche sind wir mit dem SBX-Team nach Frankreich gereist. In Puy St. Vincent nahmen wir am Freitag am FIS-Race teil, um uns auf den Europacup am folgenden Tag vorzubereiten. Es war ein Rennen unter ziemlich widrigen Bedingungen: dichter Nebel und orkanartige Böen wechselten sich ab, und fast den ganzen Tag über regnete es bis auf 2000m, wo sich der Course befand. Diese Umstände bedeuteten einen Härtetest für meine Protest-Kleider, den diese mit Bravour bestanden haben: Sie hielten mich warm und trocken bis zum Schluss!
Für das FIS-Rennen waren etwa 250 Riders gemeldet, darunter bei den Männern etwa 20 Worldcup-Riders. Wegen der hohen Teilnehmerzahl und des schlechten Wetters konnte nur ein Zeitlauf gefahren werden, welcher ohne Finals als Schlussranking zählte. Als ich an der Reihe war, konnte ich von einer kleinen Aufhellung und nachlassendem Wind profitieren: Mir gelang eine fast fehlerfreie Fahrt, was den 4. Platz mit nur 5 Hundertstel Rückstand auf den 2. Platz bedeutete. Ich war also bereit für den Europacup vom Samstag!
Dort waren etwas weniger Fahrer am Start, jedoch immer noch genug, dass die Heats mit einem 64-er Tableau statt einem 32-er ausgetragen werden sollten. Das Wetter war am Samstag durchwegs schön und die Bedingungen somit ausgeglichener. Mir gelang kein perfekter Zeitlauf und ich qualifizierte mich auf dem 18. Platz für die Finals. Die ersten beiden Runden der Finals überstand ich ohne Probleme. Im Viertelfinal jedoch war leider Endstation: Ich blieb beim Start am Teppich hängen, welcher an der Startklappe angebracht war, und verlor dadurch wichtige Meter. An vierter Stelle liegend wollte ich in der ersten Bank den Dritten überholen, als dieser einen Schlag erwischte und mit dem Oberkörper einknickte, worauf wir zusammen prallten. Ich konnte ihn zwar überholen, verlor aber durch den Zusammenstoss viel Geschwindigkeit. Ich kam bis zur Ziellinie zwar bis auf eine halbe Boardlänge an den Zweiten heran, zum Überholen reichte es aber leider nicht mehr - 10. Schlussrang.
Nun habe ich heute Nachmittag kurz Zeit zum Umpacken, bevor wir morgen zu viert nach Nordamerika abreisen, um dort in den nächsten 2 Wochen während der Europacup-Pause an 4 Contests des nordamerikanischen Continental Cups teilzunehmen.

Am 26. Dezember war es soweit: Ich konnte zusammen mit meinen Teamkolleginnen und -kollegen von BASE die Vertragsunterzeichnung mit unserem neuen persönlichen Sponsor Flumserberg feiern!
Mit Flumserberg als starkem Partner gehe ich die nächsten Wettkämpfe umso motivierter an. Herzlichen Dank an die Bergbahnen Flumserberg!

Nachdem ich während dem Sommer mit meinem Studium beschäftigt war und dieses im Herbst abschloss, war meine Vorbereitung auf die Saison kurz aber intensiv. Ich habe die Boardmarke gewechselt und bin nun auf Oxess Snowboards unterwegs, während ich für Bindungen, Schuhe und Freestyle- und Freeride-Boards nach wie vor auf K2 vertraue.
Am letzten Wochenende bin ich in die Wettkampfsaison gestartet: es stand ein Doppeleuropacup in Cortina d'Ampezzo (ITA) auf dem Programm. Das offizielle Training am Freitag musste gleich gestrichen werden, weil die Hochgeschwindigkeits-Startsection einigen Coaches zu gefährlich war. Deshalb wurde der Course umgebaut und war dann am Samstag bereit. Leider fehlten technische Elemente und richtige Sprünge im Course, und die eisigen Banks waren ziemlich holprig.
Doch im ersten Qualilauf am Samstag lief es mir zu meiner eigenen Überraschung ausgezeichnet, ich hatte die zweitschnellste Zeit. Im zweiten Lauf stürzte ich und rutschte auf den 7. Zwischenrang. In den Finals überstand ich ohne grössere Schwierigkeiten die ersten beiden Runden. Den Einzug ins grosse Final verpasste ich jedoch ganz knapp. Das kleine Final konnte ich dann wieder für mich entscheiden, womit ich mich auf dem 5. Schlussrang platzierte.
Am Sonntag war es nach wie vor windig und eisig kalt. Glücklicherweise hatte es gleich beim Start ein gemütliches Restaurant, wo wir uns immer wieder aufwärmen konnten. Nach dem ersten Qualilauf, den ich bei diffusem Licht und starkem Wind fahren musste, hatte ich über 2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit, was ich mir nicht recht erklären konnte. Immerhin war absehbar, dass diese Zeit für die Finals reichen würde, und so konnte ich im zweiten Lauf aufs Ganze gehen. Leider brachte ich diesen nicht ins Ziel und stürzte, qualifizierte mich aber als 24. für die Finals. Dort überstand ich die erste Runde problemlos. In der zweiten Runde war ich gut unterwegs, als mich in einer engen Kurve der Österreicher Michael Neururer unfair von hinten mit beiden Händen ins Fangnetz schubste. Ich hatte Glück, dass ich mich beim Sturz nicht verletzte! Neururer wurde zwar disqualifiziert, was mir aber nichts nützte, da ich mich nach dem Flug ins Netz nur noch als Dritter im Heat klassierte. Mit dem abschliessenden 12. Platz im zweiten Rennen war ich nicht zufrieden.
Und zum Schluss noch dies: Mein neuer Kopfsponsor heisst Flumserberg! Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und danke den Bergbahnen Flumserberg für ihre Unterstützung!


Für den Saisonabschluss reisten wir ins Engadin, wo auch Mitte April noch winterliche Verhältnisse herrschten. Auf dem Corvatsch wartete ein perfekter Course mit zwei Wu-Tangs nach dem Start, grossen Sprüngen und breiten Roller-Sections auf uns. Schon im Training hatte ich grossen Spass, diesen Course zu fahren. Nach der Quali lag ich auf dem 7. Zwischenrang.
In den Finals musste ich gleich in der ersten Runde schon zittern. An erster Stelle liegend beging ich einen Fehler und wurde überholt. Kurz vor dem Ziel konnte ich den Zweitplatzierten jedoch wieder überholen und war eine Runde weiter.
Die zweite Runde war ein Team-interner Fight zwischen Ruben Arnold, Johnny Reichen, Tim Watter und mir. Ich erwischte einen guten Start und konnte vorne wegfahren. Ruben und Johnny lieferten sich einen Kampf um den zweiten Platz und kamen kurz vor dem Ziel immer näher. Am Schluss gab es einen Fotofinish mit Johnny knapp an der Spitze vor mir und Ruben äusserst knapp hinter mir.
Im Halbfinal hatte ich erneut einen Fight mit Johnny um den zweiten Platz, den er für sich entscheiden konnte. Somit musste ich mich mit dem kleinen Final begnügen. Diesen gewann ich, obwohl ich zuerst hinten lag und belegte damit den 5. Schlussrang. Weil der Andorraner Luis Marin Tarroch den 3. Platz belegte, lag ich im Klassement der Schweizermeisterschaft auf dem 4. Rang.

Das diesjährige Europacup-Finale war geprägt von einigen Verschiebungen und Planänderungen. Wir reisten am 21.3. über Genua entlang des Mittelmeers nach Frankreich in der Absicht, in Isola bei Nizza am Montag ein FIS-Rennen als Training zu bestreiten, dann einen Tag später dort den Europacup zu fahren und dann weiter nach Lenk zu reisen, wo fürs Wochenende ein Doppeleuropacup als Finale geplant gewesen wäre.
Doch es kam anders. In Isola regnete es bis weit hinauf in Strömen als wir ankamen, und auch am Montag lag die Schneegrenze erst knapp unterhalb des Starts. Wir konnten ein paar Trainingsläufe fahren, doch der weiche Nassschnee und das schlechte Wetter liessen kein Rennen zu. Am Dienstag zeigte sich das gleiche Bild, und nach einigen Trainingsruns wurde entschieden, die geplante Qualifikation auf den nächsten Tag zu verschieben. Am Abend wurde dann bekannt, dass in Lenk wegen der schlechten Schneeverhältnisse keine Rennen stattfinden würden und dafür ein zusätzlicher Europacup in Isola ausgetragen werden sollte.
Am Mittwoch sah es wettermässig endlich etwas besser aus. Mir gelang ein guter erster Qualilauf und ich konnte mich im zweiten noch etwas steigern, wodurch ich auf dem 8. Zwischenrang lag. Im ersten Finallauf startete ich etwas langsam, konnte aber in der ersten Steilwandkurve mehr Speed mitnehmen als die anderen und in der Folge alle überholen. In der zweiten Runde erwischte ich erneut keinen optimalen Start. Ich konnte die Überholmanöver aus dem ersten Lauf nicht wiederholen und schied aus - 12. Platz.
Nachdem es am Donnerstag mit der geplanten Qualifikation nicht geklappt hat, stand für Freitag erneut ein langer Tag mit Quali und Finals am gleichen Tag bevor. Während der Quali am Morgen schneite es zeitweise stark. Ich stürzte im ersten Lauf und musste im zweiten auf der durch den Neuschnee langsamer gewordenen Piste Gas geben, damit ich es noch in die Finals schaffte - auf dem 30. Platz reichte es gerade noch. Für die Finals nahm ich mir vor, erneut auf der schnellen hohen Linie vom ersten Rennen die Steilwandkurven zu fahren, was in der ersten Runde, die ich für mich entscheiden konnte, gut klappte. In der zweiten Runde erwischte ich keinen guten Start, war jedoch auf meiner Linie schnell unterwegs. Als ich mit viel Speed den Zweitplatzierten Italiener Raimo überholen wollte, brachte mich dieser durch ein regelwidriges Schubsen zu Fall, wobei er ebenfalls stürzte. Davon profitierten die anderen beiden Rider im Heat. Weil ein Rekurs nur gegen einen Rider gerichtet werden kann, der eine Runde weiterkommt, Raimo aber hinter mir Vierter wurde, schied ich aus und klassierte mich auf dem 14. Platz.
In der diesjährigen Europacup-Gesamtwertung belege ich den 7. Schlussrang. Gewonnen wurde der Gesamt-Europacup von meinem Teamkollegen Marvin James, herzliche Gratulation für die super Leistung!


Bei traumhaften Bedingungen verbrachte ich drei wunderbare Tage in der Oberalpregion. Am Kick the Vik stand der Contest-Gedanke eindeutig im Hintergrund, wichtiger war gemeinsam mit guten Freunden adrenalin-geladene Lines zu fahren und abends in der Maighelshütte gemütlich zusammen zu sitzen...
Fotos:
Hier und unter www.kickthevik.com resp. www.worldwidemountain.org

INach einer dreiwöchigen Pause ging es am vergangenen Wochenende weiter mit der Europacup-Tour, die Destination hiess Redice in Tschechien und auf dem Programm standen zwei Rennen. Am Mittwoch verbrachten wir wieder einmal einen Tag auf der Autobahn und erreichten unser Ziel am frühen Abend, gerade rechtzeitig, bevor es heftig zu schneien und stürmen begann. Unser Hotelzimmer, das wir uns zu viert teilten, hatte leider nicht ganz dichte Wände, so dass der Wind zuweilen bis ins Schlafzimmer drang. Aber mit Kapuzenpullover über die Ohren gezogen schliefen wir trotzdem gut...
Am Donnerstag war ein Trainingstag, den wir nutzten, um uns mit dem Course vertraut zu machen. Es war wie im vergangenen Jahr ein Course, der vor allem aus Banks bestand. Die Startsection bestand aus einem Wutang gefolgt von zwei Rollers, danach kamen acht Steilwandkurven mit jeweils kleinen Elementen dazwischen und am Schluss zwei kleine Sprünge. Eine Schlüsselstelle war - neben der Startsection - der Übergang von der sechsten in die siebte Kurve, da man mit grosser Geschwindigkeit eine enge S-Kurve fahren musste. Dort gab es dann auch zahlreiche Stürze und leider einige Verletzungen schon im Training.
Am Samstag ging ich den ersten Quali-Lauf etwas verhalten an, ich wollte einen sicheren Lauf ins Ziel bringen und keinesfalls stürzen. Dies gelang mir, aber meine Zeit gehörte nicht zu den besten, reichte jedoch bereits für die Finals. Im zweiten Quali-Lauf konnte ich also voll angreifen und steigerte mich um fast eine Sekunde, was vorläufig Platz 7 bedeutete. In den Finals überstand ich die erste Runde nach einem mässigen Start an zweiter Stelle. In der zweiten Runde schied ich aus, da ich auf der Startgeraden etwas zu langsam war und zwei Rider vor mir in die erste Kurve einbiegen konnten. Auf dem engen Course kam ich nicht am vor mir fahrenden Italiener Raimo vorbei - Platz 9.
Am Sonntag waren die Verhältnisse anfangs noch schneller und die Unterlage noch eisiger als die Tage zuvor, erneut gab es viele Unterbrüche wegen Verletzungen. Im ersten Quali-Lauf wurde mir die enge S-Kurve ebenfalls zum Verhängnis und ich stürzte, glücklicherweise aber ohne Folgen. Den zweiten Lauf verbremste ich total. Da die Piste wegen der Sonneneinstrahlung plötzlich weich geworden war, war es viel langsamer als zuvor. Ich qualifizierte mich auf dem 30. Platz gerade noch knapp für die Finals. Dort erwischte ich trotz ungünstigem Startplatz rechts aussen einen super Start und gewann den ersten Heat. In der zweiten Runde wurde ich auf der Startgeraden von einem Russen neben mir stark behindert und schied aus - 14. Platz.


In Kongsberg trafen wir wie schon letzte Saison den weitaus besten Course der Europacup-Tour an. Viele grosse Sprünge, schöne Banks und eine anständige Startsection mit vier grossen Rollers - so macht Boardercross Spass! Ich fühlte mich sofort wohl auf der Strecke, hatte schon im Training am Freitag grosse Freude und nahm mir einiges vor für die beiden Renntage am Wochenende. Leider ist es resultatemässig dann nicht so gut heraus gekommen wie geplant...
Am Samstag brachte ich einen risikolosen ersten Qualilauf ins Ziel und qualifizierte mich damit bereits locker für die Finals. Im zweiten Lauf ging ich etwas mehr Risiko ein und konnte mich noch etwas verbessern, womit ich nach der Qualifikation auf dem 9. Platz lag. Im ersten Heat traf ich auf meinen Teamkollegen Thomas Feldmann. Ich konnte den Lauf vor ihm gewinnen und wir waren beide eine Runde weiter. Dort startete Thomas schnell, ich war zunächst Zweiter. Vor einer entscheidenden Stelle vor der dritten Bank bremste Thomas stark und ich kam nicht an ihm vorbei, sondern musste ebenfalls bremsen. Dadurch wurde ich zwischen dem Ersten und dem Dritten eingeklemmt und der Vierte konnte uns alle überholen. Bis zum Ziel konnte ich an meiner Platzierung als Dritter im Heat nichts mehr ändern und schied aus. Mit dem resultierenden 10. Platz war ich nicht zufrieden.
Am zweiten Renntag passierte mir im Training ein Missgeschick. Die Piste war schneller als am Vortag und ich bremste einen Sprung zu wenig an, flog viel zu weit und stürzte heftig auf den Kopf, wobei ich mir eine leichte Hirnerschütterung zuzog. Ich bin dann den Zeitlauf trotzdem noch gefahren und qualifizierte mich mit einem Sicherheitslauf auf dem 21. Platz für die Finals. Im Heat hatte ich unter den gegebenen Umständen jedoch keine Chance. Ich konnte mich nicht konzentrieren, verpasste den Start und schied in der ersten Runde aus. Über den 24. Platz war ich natürlich enttäuscht, bin jedoch froh, dass ich mich bei meinem Sturz nicht gröber verletzt habe.
Jetzt habe ich genügend Zeit zur Regeneration, mein nächster Contest wird erst Anfang März in Tschechien sein.


Nach 35 Stunden unterwegs im Bus quer durch Deutschland, einer Übernachtung in Dänemark und einem Tag auf der Fähre nach Oslo sind wir am Freitagabend in Geilo (es heisst wirklich so...) angekommen. Wir hatten schon mit winterlichen Verhältnissen gerechnet, aber die -32 Grad, die wir vor dem Hotel gemessen haben, waren dann doch etwas frisch! Lange Zeit zum Anklimatisieren hatten wir nicht, denn am Wochenende standen zwei FIS-Races auf dem Programm. Da diese für mich nicht von grosser Bedeutung sind, betrachtete ich sie als Training unter Wettkampfbedingungen.
Am Samstag fühlte ich mich nicht gut, ich war wohl noch etwas müde von der langen Reise. Dementsprechend lief es mir auch nicht ideal. Nach einem verpatzten Quali-Lauf schied ich in der ersten Runde aus, weil ich es versäumte mich auf der engen Startgerade abzusetzen und in der ersten Kurve stürzte, nachdem mir ein anderer Rider seitlich ins Tail gefahren war.
Am zweiten Tag war ich viel erholter und es lief besser. Nach dem 5. Platz in der Quali überstand ich die ersten beiden Heats locker mit Start-Ziel-Siegen. Im Halbfinal war ich mit meinem Teamkollegen Ruben Arnold im gleichen Heat. Er startete wie immer schnell und ich konnte mich hinter ihm als Zweiter einreihen. Auf einer langen Geraden hatte ich jedoch vielmehr Speed als er und wollte ihn überholen, da mich der Dritte hinter mir arg bedrängte. Wir kamen einander jedoch in die Quere und der Dritte konnte mich überholen. Weiter unten, über einen grossen Sprung, hatte ich diesen schon fast wieder überholt, als er bei der Landung stürzte und mich ebenfalls zu Fall brachte. Der Vierte konnte profitieren und war weiter, ich musste mich mit dem kleinen Final begnügen. Dort vergab ich den 5. Platz wegen eines zu starken Speedchecks beim selben Sprung und wurde 6. Angesichts einiger übler Stürze an genau jener Stelle von Ridern, die zu weit sprangen, regte ich mich darüber jedoch nicht gross auf.
Gestern und heute haben wir auf dem Course in Geilo noch zwei gute Trainingstage gehabt, heute war es sogar angenehm warm bei lauen -19 Grad... Jetzt sind wir in Kongsberg angekommen, wo am kommenden Wochenende zwei Europacups stattfinden. Bevor es ernst gilt, werden wir jedoch zwei Ruhetage zur Regeneration einlegen und dabei die Vorzüge einer eigenen Sauna im Appartment auskosten!


In Cortina d'Ampezzo herrschte die ganze Zeit Prachtswetter! Wir hatten es mit einem Course zu tun mit vielen Banks und wenigen Sprüngen oder anderen technischen Elementen, was mir nicht so liegt.
Im ersten Rennen gelang mir jedoch ein guter Qualifikationslauf, ich lag nach den Time-Trials an 5. Stelle. Leider schied ich in der zweiten Runde aus, was Platz 10 bedeutete.
Gleich Anschliessend an die Finals vom ersten Rennen wurde am Samstag die Quali für das zweite Rennen ausgetragen. Ich war schon ziemlich erschöpft und machte in beiden Läufen Fehler, was den 18. Quali-Rang zur Folge hatte. Damit war ich nicht zufrieden, ich nahm mir vor mich in den Finals zu verbessern. Die erste Runde überstand ich problemlos, jedoch auch heute war in der zweiten Runde bereits Endstation. Wegen der schlechten Quali-Zeit musste ich vom ungünstigen Startplatz rechts aussen starten und konnte den Heat nur als Dritter beenden, womit ich am Schluss auf dem 14. Platz landete.
Meine nächsten Einsätze werden in Norwegen sein. Weil der für 28.-30.1. geplante Doppeleuropacup in St. Gallenkirch (AUT) bereits wegen Schneemangel abgesagt werden musste, werden wir früher als geplant nach Norwegen reisen, um dort vor den Europacups vom 5.-7.2. zwei FIS-Rennen zu fahren und eine zweitägige Trainingseinheit zu absolvieren.

Endlich war es soweit, nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase begann die Wettkampfsaison mit dem ersten Europacup im französischen Puy St. Vincent. Wir hatten am Donnerstag einen Trainingstag zur Verfügung, um uns mit dem Course anzufreunden. Es war ein technisch einfacher Course mit einem Wutang am Start, gefolgt von einem Sprung und einigen flüssigen Bank-Kombinationen, doch es machte Spass ihn zu fahren und ich war bereit für den Contest von Freitag.
Als wir am Freitagmorgen jedoch aufstanden, lagen allein unten im Dorf ca. 50 cm Neuschnee, während es oben im Gebiet gegen einen Meter gab! An eine Durchführung war folglich nicht zu denken und das Rennen wurde auf den Samstag verschoben. Wir nutzten den Morgen deshalb, um uns im hüfttiefen Powder zu vergnügen, was auch nicht schlecht war (s. Foto)!
Am Samstag konnte der erste SBX-Europacup dann durchgeführt werden. Mir ist ein guter Quali-Lauf gelungen und ich lag nach dem Zeitlauf auf dem 6. Platz. Mein Ziel war, mich in den Finals noch zu verbessern, was mir aber leider nicht gelungen ist. Die erste Runde habe ich noch locker gewonnen, aber bereits im Viertelfinal war Endstation. Ich konnte mich nach dem Start zwar an zweiter Position hinter meinem Teamkollegen Fabio Caduff einreihen, doch in der ersten Kurve liess ich zu viel Platz offen und der Dritte konnte mich überholen. Im Schlussklassement belegte ich den 10. Platz. Gewonnen wurde das Rennen vom Italiener Emanuel Perathoner, gefolgt von meinen Teamkollegen Marvin James, Thomas Feldmann und Fabio Caduff auf den Plätzen 2-4.
Nach dem Rennen machten wir uns sofort auf den 900 km langen Weg Richtung Bad Gastein, wo wir nach einer Übernachtung in Verona am Sonntagmittag eintrafen, genau richtig, um noch die Finals des Worldcups live miterleben zu können, was uns schon erste Ideen zu unserer Linienwahl für den Europacup vom nächsten Tag auf dem gleichen Course lieferte.
Wir hatten es mit einer anspruchsvollen Strecke mit einer langen technischen Startgerade, schnellen Steilwandkurven und grossen Sprüngen zu tun, was mir gefiel! Nicht nur der Parcours, sondern auch das Teilnehmerfeld war auf Weltcup-Niveau, da einige Top-Rider aus dem Weltcup beim Europacup auch noch am Start waren.
In der Quali gelang mir keine perfekte Fahrt, ich wollte jedoch auch nicht zu viel Risiko eingehen. Auf dem 18. Platz qualifizierte ich mich für die Finals. Dort traf ich in der ersten Runde auf den Sieger von Puy St. Vincent, Emanuel Perathoner, sowie einen Letten und einen Russen, der die zweitschnellste Qualizeit gefahren war. Diesen Heat gewann ich mit komfortablem Vorsprung.
Im Viertelfinal erwischte ich keinen guten Start und war zunächst letzter, bevor ein Rider direkt vor mir stürzte. Ich konnte ihm ausweichen und heftete mich ans Tail des Zweitplatzierten. Dieser flog beim Zielsprung viel zu weit, und ich konnte ihn kurz vor der Ziellinie überholen, womit ich im Halbfinal war. Dort kam ich in der ersten Kurve ins Sandwich der links bzw. rechts neben mir fahrenden Rider und stürzte, was das Out bedeutete. Im Kleinen Final belegte ich den 3. Platz, womit ich mich auf dem 7. Schlussrang klassierte.
Alles in allem bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden, zumal ein mit vielen Worldcup-Riders besetztes starkes Feld am Start war.
Ich hoffe, dass es am nächsten Wochenende am Doppeleuropacup in Cortina d'Ampezzo (ITA), wo mein nächster Einsatz sein wird, mindestens so gut weitergeht.
Obwohl ich für den Worldcup in Veysonnaz (SUI) von dieser Woche einen Startplatz erhalten hätte, werde ich darauf verzichten. Diese Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist, habe ich zusammen mit meinen Trainern getroffen. Bei einem Start in Veysonnaz hätte ich auf die beiden Europacups in Cortina verzichten müssen und wir sind zum Schluss gekommen, dass diese beiden Rennen für mich im Hinblick auf die Europacup-Gesamtwertung, wo ich nach den ersten beiden Rennen an 5. Stelle liege, wichtiger sind.

Bei Prachtswetter und idealen Bedingungen konnten wir auf einem guten Course, den die Bergbahnen Sedrun extra für uns gebaut hatten, trainieren. Das Abschlusstraining ist mir gut gelaufen und ich freue mich auf den Start in die Contest-Saison mit dem ersten Europacup in Puy St. Vincent (FRA) am 8.1.2010.

Das letzte Trainingscamp in Saas Fee für dieses Jahr stand auf dem Programm. Wegen ausgiebiger Schneefälle und Sturm konnten wir erst einen Tag später als geplant anreisen. Als wir am Montagabend ankamen, schneite es immer noch ununterbrochen und das Dorf lag unter einer 80cm dicken Neuschneedecke! Am Dienstag war an Schneetraining nicht zu denken, wegen Lawinengefahr waren alle Anlagen geschlossen und sogar die Strasse nach Visp war gesperrt.
Da unser Trainings-Boardercross auf dem Gletscher unter dem vielen Neuschnee verschwunden war und nicht mehr präpariert werden konnte, mussten wir uns die Zeit "leider" mit Freeriden vertreiben.

Einmal mehr konnten wir Ende Oktober unter perfekten Bedingungen auf dem Gletscher trainieren. Es hat in den letzten Wochen immer wieder Schnee gegeben, und die Verhältnisse sind jetzt Mitte November hochwinterlich mit eiskalten Temperaturen!
Unsere Trainer haben erneut die Start-Section des Boardercross umgebaut zu einer Rollerbahn, was willkommene Abwechslung ins Training bringt. Auch die Sprünge sind grösser geworden und es macht eine Menge Spass, den Kurs zu fahren!

Schönstes Wetter und frischer Neuschnee auf dem Gletscher - doch schon der zweite Tag in Folge sind heute Dienstag wegen stürmischem Wind alle Lifte geschlossen. Unterdessen vertreiben wir uns die Zeit mit Kraft- und Ausdauertraining in den herbstlichen Wäldern rund ums Dorf. Ab morgen sollte der Wind abnehmen, und ich freue mich auf ein paar Tage Schneetraining!

Schon wieder sind zwei weitere Trainingscamps in Saas Fee vorbei. Im fünftägigen Camp Mitte August konnten wir erneut von perfekten Verhältnissen auf dem Gletscher profitieren, trotz teilweise sehr hohen Temperaturen. Wir wurden von unseren Coaches herausgefordert, indem sie die Startsection mit drei Wutangs täglich etwas anders shapten. So konnten wir die Schnelligkeit unserer Beine testen und trainieren...
Im Camp Anfang September wurden wir mit einer komplett neuen Startsection überrascht. Auf den ersten paar Metern mussten wir viele kleine Elemente überwinden, was erneut sehr schnelle Beine erforderte. Wir fuhren Timetrials und Heats und simulierten so den Wettkampfablauf.
Foto: Stefan Hunziker (www.sportsphotography.ch)

Diese Woche konnten wir erstmals im Boardercross-Course auf dem Feegletscher trainieren. Während der ganzen Woche hatten wir trotz sehr hohen Temperaturen beste Verhältnisse! Es hat Spass gemacht, wieder einmal einen Course fahren zu können, auch wenn eine technisch anspruchsvolle Startsection mit drei Wutangs und ein ziemlich grosser Corner zuerst etwas Gewöhnung brauchten.

Die ersten zwei Wochen Schneetraining der neuen Saison sind auch schon wieder vorbei! Nach einer sechswöchigen Schneepause tat es gut, endlich wieder auf dem Board zu stehen. Die Bedingungen hätten unterschiedlicher nicht sein können: in der ersten Woche ziemlich kühl mit super Schneeverhältnissen, dann extrem warm mit Matsch schon frühmorgens gefolgt von einer Kälteperiode mit Pulverschnee wie im Winter!

Die Vorbereitung für die Saison 2010 hat gut angefangen - mit einem Surftrip in Spanien! Wir verbrachten zwei intensive Wochen mit täglichen Surfsessions und natürlich viiiiiel Ausgleichstraining in der Nähe von Santander. Dank dem Knowhow unseres Guides Guido hatten wir (fast) immer perfekte Bedingungen!

Für den letzten Europacup reisten wir gleich direkt von Splügen ins französische Isola2000. Entlang der Riviera mit Aussicht aufs Mittelmeer wähnte ich mich eher auf einem Surftrip als unterwegs zu einem Snowboard-Contest. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als wir bei dichtestem Schneefall in Isola eintrafen und in den Winter zurückkehrten. Über Nacht schneite es weiter und auch am Sonntag, als die Quali auf dem Programm stand, gingen die Schneefälle in ungeminderter Intensität weiter. Folglich präsentierte sich der an und für sich anständige Kurs mit coolen Banks, einigen Rollers und vielen kleineren Sprüngen in einem desolaten Zustand. Trotzdem wurde am Programm festgehalten und die beiden Quali-Läufe wurden unter schwierigsten Bedingungen durchgeführt. Nach einem verbremsten ersten Lauf konnte ich mich im zweiten steigern und qualifizierte mich auf dem 15. Platz in einem stark besetzten Feld für die Finals.
Am Montagmorgen trauten wir fast unseren Augen nicht: nach zwei Tagen Dauerschneefall strahlte die Sonne vom stahlblauen Himmel, was unsere Motivation für die Finals natürlich erheblich steigerte! Der Course wurde am Morgen nochmals gut präpariert und war kaum mehr wieder zu erkennen. Ich freute mich auf einen guten Saisonabschluss und nahm mir vor, nochmals Vollgas zu geben. Doch bereits in der ersten Runde war Endstation: Nachdem ich mir durch ein Überholmanöver den zweiten Platz erkämpft hatte, unterlief mir kurz vor dem Ziel in einer Rollersection ein Fehler, wodurch ich stürzte und mich der Rider hinter mir überholen konnte. Über mein Missgeschick regte ich mich ziemlich auf und ich habe wieder einmal gelernt, dass ein Lauf erst nach der Ziellinie fertig ist...

Für die Schweizer Meisterschaft vom Freitag in Splügen hat Course-Shaper Tschäff eine coole, technisch anspruchsvolle Startsection mit vielen kleinen Elementen gebaut, für die es sehr schnelle Beine brauchte. In den weichen Banks im unteren Abschnitt konnte man gut Speed machen.
Mir gelang eine super Quali: als Zweiter startete ich in die Finals. Dort überstand ich die ersten beiden Runden souverän mit Start-Ziel-Siegen. Im Halbfinal wurde es jedoch eng. Johnny Reichen war am Start minim schneller als ich und bog als Führender in die erste Bank ein. Ich musste ihm ausweichen und verlor dadurch Speed, weshalb mich Reto Steiner überholen konnte. Durch die folgenden Bankkombinationen jagte ich ihm hinterher und konnte den Abstand immer mehr verkleinern. In der Anfahrt auf den zweitletzten Sprung konnte ich Reto inside überholen, kam jedoch nicht ganz an ihm vorbei. Auf dem Absprung berührten sich unsere Boards, worauf ich den Sprung nicht mehr kontrollieren konnte und Reto wieder vorne war. Das hiess kleines Finale für mich. Dort traf ich auf Marvin James, Felix Arnold und Regino Hernandez (SPA). Der Spanier startete schnell und ging in Führung, während ich mich hinter Marvin an dritter Stelle einreihen musste. Daran änderte sich bis ins Ziel nichts - 7. Platz für mich.

Dank dem vielen Schnee konnten die Elemente im Lenker Course gross gebaut werden. Eine hohe, runde High-Speed Bank und ein grosser Table-top Kicker waren die Highlights. Zuerst stand am Freitag der Europacup auf dem Programm. Ich konnte mich im stark besetzten Feld mühelos für die Finals qualifizieren. Dort überstand ich die erste Runde problemlos, obwohl mich ein junger Italiener stark zu behindern versuchte. Im Viertelfinal touchierte mich kurz nach dem Start Willi Marugg (SUI), der spätere vierte, worauf ich auf der langen Geraden jeglichen Speed verlor und an vierter Stelle lag. Wegen zwei groben Fehlern gelang es mir nicht mehr, die anderen Riders zu überholen - 14. Platz.
Im FIS-Race vom Samstag, das sich wegen vielen verletzungsbedingten Unterbrüchen lange hin zog, schied ich nach guter Quali in der ersten Runde aus. Der neben mir gestartete Christopher Fischer (AUT) schnitt mir, als er einen Hauch Vorsprung hatte, kurz nach dem Start den Weg ab. Dabei berührte er meine Nose, worauf ich stürzte.

In Disentis erwartete uns dieses Jahr ein cooler Kurs mit einer technisch anspruchsvollen Startsection: Es galt zwei grosse Wutangs mit viel Airtime, gefolgt von zwei Cornern, zu bewältigen. Danach kamen neben anderen Elementen einige Double-Rollers, eine coole letzte Bank und ein fetter Zielsprung! Also endlich wieder einmal ein Kurs, der die Bezeichnung Boardercross auch wirklich verdiente!
Nach einem guten Zeitlauf lag ich an 6. Position vor den Finals.
Als ich das Finaltableau sah, war ich nicht gerade erfreut über meine Gegner im ersten Heat: Auf mich warteten Luca Matteotti (ITA), der Führende in der Europacup-Gesamtwertung, David Kallunder (AUT), Sieger in Tschechien, und mein Teamkollege Felix Arnold. Ich musste in diesem starken Heat also schon in der ersten Runde alles geben, wenn ich weiterkommen wollte. Dies gelang mir gut, und ich gewann vor Matteotti. Auch im Viertel- und Halbfinal war ich jeweils bereits am Start schneller als Matteotti und die anderen Rider und gewann beide Heats komfortabel. Für den Final qualifizierten sich neben dem Italiener und mir Sven Aschwanden (SUI) und Andrey Boldykov (RUS). Erneut gelang mir ein schneller Start, und ich lag nach den beiden Wutangs in Führung, Matteotti dicht hinter mir. Beim zweiten Corner erlebte ich eine Schrecksekunde, als sich Matteotti und ich in der Luft touchierten! Wir überstanden die kritische Situation jedoch beide, und an der Reihenfolge änderte sich nichts. Im schnellen unteren Teil liess ich nichts anbrennen und fuhr den Sieg ins Ziel. Ich freue mich riesig über meinen ersten Europacupsieg, den ich mit Start-Ziel-Siegen in sämtlichen Heats holte!


Am ersten Tag hatten wir während dem zweistündigen Kurs genügend Zeit, den technisch einfachen Kurs in den Hügeln des böhmischen Waldes kennen zu lernen. Ausser einem Wutang am Start, einem Corner und einem kleinen Zielsprung bestand er nur aus sehr engen, schmalen Banks, die zwar gut zu fahren waren, in denen aber überholen unmöglich war.
Über Nacht fielen 30cm nasser Neuschnee, sodass der Course zuerst wieder hergerichtet werden musste. Die Organisatoren gaben sich alle Mühe, und so war der Course trotz der warmen Verhältnisse in einem recht guten Zustand.
In der Quali zum Europacup gelang mir ein guter Run. Die erste Runde der Finals überstand ich relativ komfortabel als zweiter hinter dem späteren Sieger David Kallunder (AUT). Im Viertelfinal startete neben Kallunder noch mein Teamkollege Felix Arnold im selben Heat. David legte einen starken Start hin und lag gleich in Führung. Eingangs erste Bank hatten Felix und ich einen Fight um Platz zwei, den er für sich entscheiden konnte. Daran änderte sich bis ins Ziel nichts mehr und ich war out - Platz 10.
Im FIS-Race vom Sonntag stürzte ich bei Regen und weichem Sulz in der Quali, weil ich beim Corner viel zu weit sprang. Trotzdem war ich als 28. noch für die Finals qualifiziert und kam dort bis ins kleine Finale - Platz 6.

Yeah, ich habe mein Ziel eine Medaille zu holen erreicht, wenn auch knapp: es ist die Bronzemedaille.
Die Finals fanden bei kalten -15 Grad, leichtem Schneefall und teilweise diffusem Licht statt. In der ersten Runde musste ich bereits kurz zittern: in Führung liegend machte ich einen Fehler auf der Zehenkante und lag kurz im Schnee, worauf mich der Zweite überholte. Da die anderen beiden Rider schon einen grossen Rückstand hatten, machte dies aber nichts und ich qualifizierte mich als Zweiter fürs Viertelfinal. Dort liess ich nichts anbrennen und gewann den Heat locker. Im Halbfinal musste ich etwas Glück beanspruchen: der Tscheche Vaclav Havlik bedrängte mich auf den Rollers nach dem Start, weshalb ich verkantete und als Vierter in die erste Bankkombination einbog. In der letzten Bank vor der langen Zielgeraden lieferten sich Havlik und David Bakes (CZE) jedoch einen harten Fight um den zweiten Platz. Das Resultat war, dass beide stürzten und ich der lachende Dritte war, der an ihnen vorbeifahren konnte und zusammen mit Marcin Bocian (POL) ins Final einzog. Das Final war dann etwas chaotisch: das Startgate konnte nicht richtig arretiert werden, weshalb es zu früh aufging, als alle vier Rider einen Gatestart machen wollten. Andreas Lausegger (AUT) konnte davon profitieren und startete als Erster. Ich und Luca Matteotti (ITA) folgten hinter ihm und waren in die erste Bank etwa gleichauf, bevor der Italiener einen minimen Vorsprung hatte. Eingangs zweite Bank setzte ich zu einem Überholmanöver an. Bevor ich Matteotti überholen konnte, stürzte dieser jedoch und ich crashte um ein Haar in sein Board, konnte im letzten Moment noch ausweichen, verpasste aber in der Folge ein Tor in der nächsten Bank. Da Matteotti infolge seines Sturzes ebenfalls ein Tor verpasste, gewann ich dank der schnelleren Quali-Zeit vor ihm die Bronzemedaille. Von dem Ganzen profitieren konnte Bocian, der Zweiter wurde, während Lausegger die Goldmedaille holte.
Am Abend fand eine pompöse Prize Giving Ceremony statt, wo wir unsere Medaillen erhielten! Die Fotos davon sind hier zu sehen: http://www.facebook.com/album.php?aid=101144&id=743305140&l=42338

Nach drei Trainingstagen bei perfekten Verhältnissen auf dem genialen Course galt es heute erstmals Ernst: die Qualifikation stand auf dem Programm. Bereits den ersten Run brachte ich gut ins Ziel, sodass ich den zweiten locker angehen konnte. Schliesslich klassierte ich mich auf dem 3. Platz hinter Mateusz Ligocki (POL) und David Bakes (CZE).
Ich hoffe natürlich, dass ich morgen in den Finals diese Klassierung mindestens halten kann! Der schnelle Kurs mit vielen Sprüngen gefällt mir gut, es sollte also einer guten Show morgen nichts im Wege stehen...

Dass dieser Event nach chinesischer Art streng durchorganisiert sein würde haben wir eigentlich erwartet, und auch auf das eisige Klima hier in Maoershan Mountain in der Nähe von Harbin waren wir vorbereitet. In beiderlei Hinsicht gingen die Erwartungen in die richtige Richtung, wurden aber von den realen Verhältnissen deutlich übertroffen! Bereits am Flughafen in Peking wurde meine aus vier Personen bestehende Reisegruppe von vier chinesischen Offiziellen empfangen, die uns mit den insgesamt 270kg Gepäck behilflich waren und uns zum Anschlussflug nach Harbin begleiteten. Das Athletendorf wird von einigen hundert Chinesischen Soldaten bewacht, die Tag und Nacht bei Tageshöchsttemperaturen um die -12 Grad draussen patroullieren...
Das Resort ist nicht gerade gigantisch - zwei Lifte führen auf einen etwa 200m hohen Hügel, und natürlichen Schnee hat es praktisch keinen. Mit der Produktion von Kunstschnee wurde jedoch glücklicherweise nicht gespart, sodass ein schöner BX-Course parat steht, zumindest soweit sich dies auf den ersten Blick sagen lässt. Der Course macht einen ziemlich anspruchsvollen Eindruck: er ist lang und beinhaltet grosse Kicker und Double-Rollers. Jetzt freue ich mich auf das erste Training...

Im kalten norwegischen Winter wartete ein perfekter Course auf uns. Dank den grossen Sprüngen, gut geshapten Banks und coolen Rollers machte es von Beginn an einfach nur Spass, die 1:30 lange Strecke zu fahren.
Der erste Contest fand am Samstag bei eisiger Kälte und dichtem Schneefall statt. In der Quali gelang mir in beiden Läufen keine perfekte Fahrt, es reichte jedoch gut für die Finals. Die erste Runde in den Heats habe ich mühelos überstanden, im Viertelfinal war jedoch leider schon Endstation. Weil ich bei einem Wutang gleich nach dem Start den Rider neben mir in der Luft touchierte, verlor ich bei der Landung allen Speed, musste mich als Vierter einreihen und konnte nicht mehr überholen - 13. Platz.
Für den zweiten Contest vom Sonntag war der Schneefall etwas weniger dicht, aber es war nach wie vor bitterkalt. Im zweiten Quali-Lauf konnte ich mich gegenüber dem ersten beträchtlich verbessern und lag vor den Finals auf Platz 8. Im ersten Heat ist mir ein guter Start gelungen und ich konnte gleich die Führung übernehmen. Dann passierte mir aber ein blöder Fehler: in einer Bank, wo ich zuvor nie auch nur den Hauch von Problemen hatte, stürzte ich einfach... über dieses unnötige Out in der ersten Runde hab ich mich natürlich ziemlich aufgeregt - 18. Platz.

Auf einer miserablen Strecke, die nicht einmal den Namen Boardercross verdiente, quälten wir uns drei Tage lang ab. Man musste sich unterwegs durch Alpenrosen, herumliegende Steine und unzählige Schläge durchkämpfen. Technische BX-Elemente wie Banks, Rollers oder anständige Sprünge haben fast komplett gefehlt. Offenbar haben die lieben Veranstalter in St. Gallenkirch nichts gelernt aus den vergangenen Jahren, als der Course jeweils auch schlecht war.
Im ersten Europacup mit Finals am Samstag kam ich komfortabel eine Runde weiter, bevor ich im 1/4-Final stürzte und damit out war - Rang 13. Im zweiten EC vom Sonntag bin ich in der ersten Runde schnell gestartet und war auf die erste Kurve hin in Führung. In der viel zu engen Passage wurde ich jedoch weggestossen und verlor den ganzen Speed, wodurch mich die anderen drei Rider überholten. Mein Protest gegen das Foul wäre zwar gut geheissen worden, da ich bei einer Disqualifikation aber bestenfalls Dritter des Heats geworden wäre, nützte mir dies nichts und ich war out...
Den nächsten Europacup am kommenden Weekend lasse ich aus und bin dann in zwei Wochen in Norwegen wieder am Start!

Die Saison ist jetzt richtig los gegangen mit drei Europacups innert einer Woche! Leider war ich zu Beginn der Tour durch Österreich, Italien und Frankreich noch nicht ganz fit. Bei einem Sturz im Training Ende Dezember hatte ich mich leicht an der Schulter verletzt.
Trotzdem lief es mir in Bad Gastein auf dem super coolen Course mit vielen grossen Sprüngen zu Beginn sehr gut: Im Zeitlauf klassierte ich mich auf dem 5. Platz. Für einen optimalen Start im Heat fehlte jedoch die entscheidende Schnellkraft noch und ich schied in der ersten Runde aus.
In Cortina trafen wir einen nicht gerade Europacup-würdigen Course mit vielen Schlägen und komischen Slalom-Passagen an. Auch in Italien war ich im Zeitlauf gut dabei, bevor ich - erneut wegen eines zu langsamen Starts - wieder in der ersten Runde out war.
Glücklicherweise gabs in Frankreich dann wieder einen schönen Course mit guten Banks zu fahren. Diesmal musste ich mich mit einem hinteren Platz in der Quali zufrieden geben. Dafür kam ich in den Heats endlich mal über die erste Runde hinaus. In Puy St. Vincent hat mich die Schulterverletzung nicht mehr gross behindert, entsprechend war ich auch schneller am Start. Im 1/4-Final war jedoch trotzdem Endstation. In einem Photo-Finish mit meinem Teamkollegen und späteren Sieger Thomas Feldmann sowie dem Franzosen David Durand zog ich den Kürzeren.

Nach dem Training vom Donnerstag hatte ich mich eigentlich wohl gefühlt auf dem technisch eher einfachen Kurs von Arosa mit vielen Gleitstrecken und Rollers. In der Qualifikation vom Freitag verlor ich bei schwierigen Wetterverhältnissen – Schneefall und Nebel – jedoch extrem viel Zeit und hatte keine Chance auf die Finals der Top 32.