16.4.2010 - Schweizermeisterschaft Sils: 4. Platz

Für den Saisonabschluss reisten wir ins Engadin, wo auch Mitte April noch winterliche Verhältnisse herrschten. Auf dem Corvatsch wartete ein perfekter Course mit zwei Wu-Tangs nach dem Start, grossen Sprüngen und breiten Roller-Sections auf uns. Schon im Training hatte ich grossen Spass, diesen Course zu fahren. Nach der Quali lag ich auf dem 7. Zwischenrang.

In den Finals musste ich gleich in der ersten Runde schon zittern. An erster Stelle liegend beging ich einen Fehler und wurde überholt. Kurz vor dem Ziel konnte ich den Zweitplatzierten jedoch wieder überholen und war eine Runde weiter.

Die zweite Runde war ein Team-interner Fight zwischen Ruben Arnold, Johnny Reichen, Tim Watter und mir. Ich erwischte einen guten Start und konnte vorne wegfahren. Ruben und Johnny lieferten sich einen Kampf um den zweiten Platz und kamen kurz vor dem Ziel immer näher. Am Schluss gab es einen Fotofinish mit Johnny knapp an der Spitze vor mir und Ruben äusserst knapp hinter mir.

Im Halbfinal hatte ich erneut einen Fight mit Johnny um den zweiten Platz, den er für sich entscheiden konnte. Somit musste ich mich mit dem kleinen Final begnügen. Diesen gewann ich, obwohl ich zuerst hinten lag und belegte damit den 5. Schlussrang. Weil der Andorraner Luis Marin Tarroch den 3. Platz belegte, lag ich im Klassement der Schweizermeisterschaft auf dem 4. Rang.

Tim Watter, Clemens Bolli, Ruben Arnold, Johnny Reichen (v.l.n.r.)

21.-25.3.2010 - Turbulentes Europacupfinale in Isola (FRA)

Das diesjährige Europacup-Finale war geprägt von einigen Verschiebungen und Planänderungen. Wir reisten am 21.3. über Genua entlang des Mittelmeers nach Frankreich in der Absicht, in Isola bei Nizza am Montag ein FIS-Rennen als Training zu bestreiten, dann einen Tag später dort den Europacup zu fahren und dann weiter nach Lenk zu reisen, wo fürs Wochenende ein Doppeleuropacup als Finale geplant gewesen wäre.

Doch es kam anders. In Isola regnete es bis weit hinauf in Strömen als wir ankamen, und auch am Montag lag die Schneegrenze erst knapp unterhalb des Starts. Wir konnten ein paar Trainingsläufe fahren, doch der weiche Nassschnee und das schlechte Wetter liessen kein Rennen zu. Am Dienstag zeigte sich das gleiche Bild, und nach einigen Trainingsruns wurde entschieden, die geplante Qualifikation auf den nächsten Tag zu verschieben. Am Abend wurde dann bekannt, dass in Lenk wegen der schlechten Schneeverhältnisse keine Rennen stattfinden würden und dafür ein zusätzlicher Europacup in Isola ausgetragen werden sollte.

Am Mittwoch sah es wettermässig endlich etwas besser aus. Mir gelang ein guter erster Qualilauf und ich konnte mich im zweiten noch etwas steigern, wodurch ich auf dem 8. Zwischenrang lag. Im ersten Finallauf startete ich etwas langsam, konnte aber in der ersten Steilwandkurve mehr Speed mitnehmen als die anderen und in der Folge alle überholen. In der zweiten Runde erwischte ich erneut keinen optimalen Start. Ich konnte die Überholmanöver aus dem ersten Lauf nicht wiederholen und schied aus - 12. Platz.

Nachdem es am Donnerstag mit der geplanten Qualifikation nicht geklappt hat, stand für Freitag erneut ein langer Tag mit Quali und Finals am gleichen Tag bevor. Während der Quali am Morgen schneite es zeitweise stark. Ich stürzte im ersten Lauf und musste im zweiten auf der durch den Neuschnee langsamer gewordenen Piste Gas geben, damit ich es noch in die Finals schaffte - auf dem 30. Platz reichte es gerade noch. Für die Finals nahm ich mir vor, erneut auf der schnellen hohen Linie vom ersten Rennen die Steilwandkurven zu fahren, was in der ersten Runde, die ich für mich entscheiden konnte, gut klappte. In der zweiten Runde erwischte ich keinen guten Start, war jedoch auf meiner Linie schnell unterwegs. Als ich mit viel Speed den Zweitplatzierten Italiener Raimo überholen wollte, brachte mich dieser durch ein regelwidriges Schubsen zu Fall, wobei er ebenfalls stürzte. Davon profitierten die anderen beiden Rider im Heat. Weil ein Rekurs nur gegen einen Rider gerichtet werden kann, der eine Runde weiterkommt, Raimo aber hinter mir Vierter wurde, schied ich aus und klassierte mich auf dem 14. Platz.

In der diesjährigen Europacup-Gesamtwertung belege ich den 7. Schlussrang. Gewonnen wurde der Gesamt-Europacup von meinem Teamkollegen Marvin James, herzliche Gratulation für die super Leistung!

12.-14.3.2010 - Kick The Vik Eco Freeride Contest Oberalpregion

Bei traumhaften Bedingungen verbrachte ich drei wunderbare Tage in der Oberalpregion. Am Kick the Vik stand der Contest-Gedanke eindeutig im Hintergrund, wichtiger war gemeinsam mit guten Freunden adrenalin-geladene Lines zu fahren und abends in der Maighelshütte gemütlich zusammen zu sitzen...

Fotos:

Hier und unter www.kickthevik.com resp. www.worldwidemountain.org

Video auf Youtube

4.-7.3.2010 - Doppeleuropacup in Rejdice (CZE): Plätze 9 und 14

INach einer dreiwöchigen Pause ging es am vergangenen Wochenende weiter mit der Europacup-Tour, die Destination hiess Redice in Tschechien und auf dem Programm standen zwei Rennen. Am Mittwoch verbrachten wir wieder einmal einen Tag auf der Autobahn und erreichten unser Ziel am frühen Abend, gerade rechtzeitig, bevor es heftig zu schneien und stürmen begann. Unser Hotelzimmer, das wir uns zu viert teilten, hatte leider nicht ganz dichte Wände, so dass der Wind zuweilen bis ins Schlafzimmer drang. Aber mit Kapuzenpullover über die Ohren gezogen schliefen wir trotzdem gut...

Am Donnerstag war ein Trainingstag, den wir nutzten, um uns mit dem Course vertraut zu machen. Es war wie im vergangenen Jahr ein Course, der vor allem aus Banks bestand. Die Startsection bestand aus einem Wutang gefolgt von zwei Rollers, danach kamen acht Steilwandkurven mit jeweils kleinen Elementen dazwischen und am Schluss zwei kleine Sprünge. Eine Schlüsselstelle war - neben der Startsection - der Übergang von der sechsten in die siebte Kurve, da man mit grosser Geschwindigkeit eine enge S-Kurve fahren musste. Dort gab es dann auch zahlreiche Stürze und leider einige Verletzungen schon im Training.

Am Samstag ging ich den ersten Quali-Lauf etwas verhalten an, ich wollte einen sicheren Lauf ins Ziel bringen und keinesfalls stürzen. Dies gelang mir, aber meine Zeit gehörte nicht zu den besten, reichte jedoch bereits für die Finals. Im zweiten Quali-Lauf konnte ich also voll angreifen und steigerte mich um fast eine Sekunde, was vorläufig Platz 7 bedeutete. In den Finals überstand ich die erste Runde nach einem mässigen Start an zweiter Stelle. In der zweiten Runde schied ich aus, da ich auf der Startgeraden etwas zu langsam war und zwei Rider vor mir in die erste Kurve einbiegen konnten. Auf dem engen Course kam ich nicht am vor mir fahrenden Italiener Raimo vorbei - Platz 9.

Am Sonntag waren die Verhältnisse anfangs noch schneller und die Unterlage noch eisiger als die Tage zuvor, erneut gab es viele Unterbrüche wegen Verletzungen. Im ersten Quali-Lauf wurde mir die enge S-Kurve ebenfalls zum Verhängnis und ich stürzte, glücklicherweise aber ohne Folgen. Den zweiten Lauf verbremste ich total. Da die Piste wegen der Sonneneinstrahlung plötzlich weich geworden war, war es viel langsamer als zuvor. Ich qualifizierte mich auf dem 30. Platz gerade noch knapp für die Finals. Dort erwischte ich trotz ungünstigem Startplatz rechts aussen einen super Start und gewann den ersten Heat. In der zweiten Runde wurde ich auf der Startgeraden von einem Russen neben mir stark behindert und schied aus - 14. Platz.

4.-7.2.2010 - 10. Platz und eine Hirnerschütterung in Kongsberg (NOR)

In Kongsberg trafen wir wie schon letzte Saison den weitaus besten Course der Europacup-Tour an. Viele grosse Sprünge, schöne Banks und eine anständige Startsection mit vier grossen Rollers - so macht Boardercross Spass! Ich fühlte mich sofort wohl auf der Strecke, hatte schon im Training am Freitag grosse Freude und nahm mir einiges vor für die beiden Renntage am Wochenende. Leider ist es resultatemässig dann nicht so gut heraus gekommen wie geplant...

Am Samstag brachte ich einen risikolosen ersten Qualilauf ins Ziel und qualifizierte mich damit bereits locker für die Finals. Im zweiten Lauf ging ich etwas mehr Risiko ein und konnte mich noch etwas verbessern, womit ich nach der Qualifikation auf dem 9. Platz lag. Im ersten Heat traf ich auf meinen Teamkollegen Thomas Feldmann. Ich konnte den Lauf vor ihm gewinnen und wir waren beide eine Runde weiter. Dort startete Thomas schnell, ich war zunächst Zweiter. Vor einer entscheidenden Stelle vor der dritten Bank bremste Thomas stark und ich kam nicht an ihm vorbei, sondern musste ebenfalls bremsen. Dadurch wurde ich zwischen dem Ersten und dem Dritten eingeklemmt und der Vierte konnte uns alle überholen. Bis zum Ziel konnte ich an meiner Platzierung als Dritter im Heat nichts mehr ändern und schied aus. Mit dem resultierenden 10. Platz war ich nicht zufrieden.

Am zweiten Renntag passierte mir im Training ein Missgeschick. Die Piste war schneller als am Vortag und ich bremste einen Sprung zu wenig an, flog viel zu weit und stürzte heftig auf den Kopf, wobei ich mir eine leichte Hirnerschütterung zuzog. Ich bin dann den Zeitlauf trotzdem noch gefahren und qualifizierte mich mit einem Sicherheitslauf auf dem 21. Platz für die Finals. Im Heat hatte ich unter den gegebenen Umständen jedoch keine Chance. Ich konnte mich nicht konzentrieren, verpasste den Start und schied in der ersten Runde aus. Über den 24. Platz war ich natürlich enttäuscht, bin jedoch froh, dass ich mich bei meinem Sturz nicht gröber verletzt habe.

Jetzt habe ich genügend Zeit zur Regeneration, mein nächster Contest wird erst Anfang März in Tschechien sein.

30.1.-2.2.2010 - FIS-Races und Training im kalten Norwegen

Nach 35 Stunden unterwegs im Bus quer durch Deutschland, einer Übernachtung in Dänemark und einem Tag auf der Fähre nach Oslo sind wir am Freitagabend in Geilo (es heisst wirklich so...) angekommen. Wir hatten schon mit winterlichen Verhältnissen gerechnet, aber die -32 Grad, die wir vor dem Hotel gemessen haben, waren dann doch etwas frisch! Lange Zeit zum Anklimatisieren hatten wir nicht, denn am Wochenende standen zwei FIS-Races auf dem Programm. Da diese für mich nicht von grosser Bedeutung sind, betrachtete ich sie als Training unter Wettkampfbedingungen.

Am Samstag fühlte ich mich nicht gut, ich war wohl noch etwas müde von der langen Reise. Dementsprechend lief es mir auch nicht ideal. Nach einem verpatzten Quali-Lauf schied ich in der ersten Runde aus, weil ich es versäumte mich auf der engen Startgerade abzusetzen und in der ersten Kurve stürzte, nachdem mir ein anderer Rider seitlich ins Tail gefahren war.

Am zweiten Tag war ich viel erholter und es lief besser. Nach dem 5. Platz in der Quali überstand ich die ersten beiden Heats locker mit Start-Ziel-Siegen. Im Halbfinal war ich mit meinem Teamkollegen Ruben Arnold im gleichen Heat. Er startete wie immer schnell und ich konnte mich hinter ihm als Zweiter einreihen. Auf einer langen Geraden hatte ich jedoch vielmehr Speed als er und wollte ihn überholen, da mich der Dritte hinter mir arg bedrängte. Wir kamen einander jedoch in die Quere und der Dritte konnte mich überholen. Weiter unten, über einen grossen Sprung, hatte ich diesen schon fast wieder überholt, als er bei der Landung stürzte und mich ebenfalls zu Fall brachte. Der Vierte konnte profitieren und war weiter, ich musste mich mit dem kleinen Final begnügen. Dort vergab ich den 5. Platz wegen eines zu starken Speedchecks beim selben Sprung und wurde 6. Angesichts einiger übler Stürze an genau jener Stelle von Ridern, die zu weit sprangen, regte ich mich darüber jedoch nicht gross auf.

Gestern und heute haben wir auf dem Course in Geilo noch zwei gute Trainingstage gehabt, heute war es sogar angenehm warm bei lauen -19 Grad... Jetzt sind wir in Kongsberg angekommen, wo am kommenden Wochenende zwei Europacups stattfinden. Bevor es ernst gilt, werden wir jedoch zwei Ruhetage zur Regeneration einlegen und dabei die Vorzüge einer eigenen Sauna im Appartment auskosten!

14.-17.1.2010 - Doppeleuropacup in Cortina (ITA): Platz 10 und 14

In Cortina d'Ampezzo herrschte die ganze Zeit Prachtswetter! Wir hatten es mit einem Course zu tun mit vielen Banks und wenigen Sprüngen oder anderen technischen Elementen, was mir nicht so liegt.

Im ersten Rennen gelang mir jedoch ein guter Qualifikationslauf, ich lag nach den Time-Trials an 5. Stelle. Leider schied ich in der zweiten Runde aus, was Platz 10 bedeutete.

Gleich Anschliessend an die Finals vom ersten Rennen wurde am Samstag die Quali für das zweite Rennen ausgetragen. Ich war schon ziemlich erschöpft und machte in beiden Läufen Fehler, was den 18. Quali-Rang zur Folge hatte. Damit war ich nicht zufrieden, ich nahm mir vor mich in den Finals zu verbessern. Die erste Runde überstand ich problemlos, jedoch auch heute war in der zweiten Runde bereits Endstation. Wegen der schlechten Quali-Zeit musste ich vom ungünstigen Startplatz rechts aussen starten und konnte den Heat nur als Dritter beenden, womit ich am Schluss auf dem 14. Platz landete.

Meine nächsten Einsätze werden in Norwegen sein. Weil der für 28.-30.1. geplante Doppeleuropacup in St. Gallenkirch (AUT) bereits wegen Schneemangel abgesagt werden musste, werden wir früher als geplant nach Norwegen reisen, um dort vor den Europacups vom 5.-7.2. zwei FIS-Rennen zu fahren und eine zweitägige Trainingseinheit zu absolvieren.

6.-11.1.2010 - Europacups in Puy St. Vincent (FRA) und Bad Gastein (AUT): 10. resp. 7. Platz

Endlich war es soweit, nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase begann die Wettkampfsaison mit dem ersten Europacup im französischen Puy St. Vincent. Wir hatten am Donnerstag einen Trainingstag zur Verfügung, um uns mit dem Course anzufreunden. Es war ein technisch einfacher Course mit einem Wutang am Start, gefolgt von einem Sprung und einigen flüssigen Bank-Kombinationen, doch es machte Spass ihn zu fahren und ich war bereit für den Contest von Freitag.

Als wir am Freitagmorgen jedoch aufstanden, lagen allein unten im Dorf ca. 50 cm Neuschnee, während es oben im Gebiet gegen einen Meter gab! An eine Durchführung war folglich nicht zu denken und das Rennen wurde auf den Samstag verschoben. Wir nutzten den Morgen deshalb, um uns im hüfttiefen Powder zu vergnügen, was auch nicht schlecht war (s. Foto)!

Am Samstag konnte der erste SBX-Europacup dann durchgeführt werden. Mir ist ein guter Quali-Lauf gelungen und ich lag nach dem Zeitlauf auf dem 6. Platz. Mein Ziel war, mich in den Finals noch zu verbessern, was mir aber leider nicht gelungen ist. Die erste Runde habe ich noch locker gewonnen, aber bereits im Viertelfinal war Endstation. Ich konnte mich nach dem Start zwar an zweiter Position hinter meinem Teamkollegen Fabio Caduff einreihen, doch in der ersten Kurve liess ich zu viel Platz offen und der Dritte konnte mich überholen. Im Schlussklassement belegte ich den 10. Platz. Gewonnen wurde das Rennen vom Italiener Emanuel Perathoner, gefolgt von meinen Teamkollegen Marvin James, Thomas Feldmann und Fabio Caduff auf den Plätzen 2-4.

Nach dem Rennen machten wir uns sofort auf den 900 km langen Weg Richtung Bad Gastein, wo wir nach einer Übernachtung in Verona am Sonntagmittag eintrafen, genau richtig, um noch die Finals des Worldcups live miterleben zu können, was uns schon erste Ideen zu unserer Linienwahl für den Europacup vom nächsten Tag auf dem gleichen Course lieferte.

Wir hatten es mit einer anspruchsvollen Strecke mit einer langen technischen Startgerade, schnellen Steilwandkurven und grossen Sprüngen zu tun, was mir gefiel! Nicht nur der Parcours, sondern auch das Teilnehmerfeld war auf Weltcup-Niveau, da einige Top-Rider aus dem Weltcup beim Europacup auch noch am Start waren.

In der Quali gelang mir keine perfekte Fahrt, ich wollte jedoch auch nicht zu viel Risiko eingehen. Auf dem 18. Platz qualifizierte ich mich für die Finals. Dort traf ich in der ersten Runde auf den Sieger von Puy St. Vincent, Emanuel Perathoner, sowie einen Letten und einen Russen, der die zweitschnellste Qualizeit gefahren war. Diesen Heat gewann ich mit komfortablem Vorsprung. 

Im Viertelfinal erwischte ich keinen guten Start und war zunächst letzter, bevor ein Rider direkt vor mir stürzte. Ich konnte ihm ausweichen und heftete mich ans Tail des Zweitplatzierten. Dieser flog beim Zielsprung viel zu weit, und ich konnte ihn kurz vor der Ziellinie überholen, womit ich im Halbfinal war. Dort kam ich in der ersten Kurve ins Sandwich der links bzw. rechts neben mir fahrenden Rider und stürzte, was das Out bedeutete. Im Kleinen Final belegte ich den 3. Platz, womit ich mich auf dem 7. Schlussrang klassierte.

Alles in allem bin ich mit diesem Ergebnis zufrieden, zumal ein mit vielen Worldcup-Riders besetztes starkes Feld am Start war.

Ich hoffe, dass es am nächsten Wochenende am Doppeleuropacup in Cortina d'Ampezzo (ITA), wo mein nächster Einsatz sein wird, mindestens so gut weitergeht.

Obwohl ich für den Worldcup in Veysonnaz (SUI) von dieser Woche einen Startplatz erhalten hätte, werde ich darauf verzichten. Diese Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist, habe ich zusammen mit meinen Trainern getroffen. Bei einem Start in Veysonnaz hätte ich auf die beiden Europacups in Cortina verzichten müssen und wir sind zum Schluss gekommen, dass diese beiden Rennen für mich im Hinblick auf die Europacup-Gesamtwertung, wo ich nach den ersten beiden Rennen an 5. Stelle liege, wichtiger sind.

2.-3.1.2010 - Snow Training in Sedrun

Bei Prachtswetter und idealen Bedingungen konnten wir auf einem guten Course, den die Bergbahnen Sedrun extra für uns gebaut hatten, trainieren. Das Abschlusstraining ist mir gut gelaufen und ich freue mich auf den Start in die Contest-Saison mit dem ersten Europacup in Puy St. Vincent (FRA) am 8.1.2010.

17.-19.12.2009 – Europacup in Isola (FRA) abgesagt

Wegen Schneemangel musste der Auftakt zum Europacup abgesagt werden.

30.11.-4.12.2009 - Snow Training Saas Fee

Das letzte Trainingscamp in Saas Fee für dieses Jahr stand auf dem Programm. Wegen ausgiebiger Schneefälle und Sturm konnten wir erst einen Tag später als geplant anreisen. Als wir am Montagabend ankamen, schneite es immer noch ununterbrochen und das Dorf lag unter einer 80cm dicken Neuschneedecke! Am Dienstag war an Schneetraining nicht zu denken, wegen Lawinengefahr waren alle Anlagen geschlossen und sogar die Strasse nach Visp war gesperrt.

Da unser Trainings-Boardercross auf dem Gletscher unter dem vielen Neuschnee verschwunden war und nicht mehr präpariert werden konnte, mussten wir uns die Zeit "leider" mit Freeriden vertreiben.

20.-28.10. und 9.-18.11. - Snow Training Saas Fee

Einmal mehr konnten wir Ende Oktober unter perfekten Bedingungen auf dem Gletscher trainieren. Es hat in den letzten Wochen immer wieder Schnee gegeben, und die Verhältnisse sind jetzt Mitte November hochwinterlich mit eiskalten Temperaturen!

Unsere Trainer haben erneut die Start-Section des Boardercross umgebaut zu einer Rollerbahn, was willkommene Abwechslung ins Training bringt. Auch die Sprünge sind grösser geworden und es macht eine Menge Spass, den Kurs zu fahren!

12.-16.10.2009 - Snow Training Saas Fee

Schönstes Wetter und frischer Neuschnee auf dem Gletscher - doch schon der zweite Tag in Folge sind heute Dienstag wegen stürmischem Wind alle Lifte geschlossen. Unterdessen vertreiben wir uns die Zeit mit Kraft- und Ausdauertraining in den herbstlichen Wäldern rund ums Dorf. Ab morgen sollte der Wind abnehmen, und ich freue mich auf ein paar Tage Schneetraining!

17.-21.8. und 31.8.-2.9.2009 – Snow Training Saas Fee

Schon wieder sind zwei weitere Trainingscamps in Saas Fee vorbei. Im fünftägigen Camp Mitte August konnten wir erneut von perfekten Verhältnissen auf dem Gletscher profitieren, trotz teilweise sehr hohen Temperaturen. Wir wurden von unseren Coaches herausgefordert, indem sie die Startsection mit drei Wutangs täglich etwas anders shapten. So konnten wir die Schnelligkeit unserer Beine testen und trainieren...

Im Camp Anfang September wurden wir mit einer komplett neuen Startsection überrascht. Auf den ersten paar Metern mussten wir viele kleine Elemente überwinden, was erneut sehr schnelle Beine erforderte. Wir fuhren Timetrials und Heats und simulierten so den Wettkampfablauf.

Foto: Stefan Hunziker (www.sportsphotography.ch)

3.-7.8.2009 - Snow Training Saas Fee im SBX

Diese Woche konnten wir erstmals im Boardercross-Course auf dem Feegletscher trainieren. Während der ganzen Woche hatten wir trotz sehr hohen Temperaturen beste Verhältnisse! Es hat Spass gemacht, wieder einmal einen Course fahren zu können, auch wenn eine technisch anspruchsvolle Startsection mit drei Wutangs und ein ziemlich grosser Corner zuerst etwas Gewöhnung brauchten.

6.-20.7..2009 – Snow Training Saas Fee

Die ersten zwei Wochen Schneetraining der neuen Saison sind auch schon wieder vorbei! Nach einer sechswöchigen Schneepause tat es gut, endlich wieder auf dem Board zu stehen. Die Bedingungen hätten unterschiedlicher nicht sein können: in der ersten Woche ziemlich kühl mit super Schneeverhältnissen, dann extrem warm mit Matsch schon frühmorgens gefolgt von einer Kälteperiode mit Pulverschnee wie im Winter!

17.-30.5.2009 – Surftrip Spanien

Die Vorbereitung für die Saison 2010 hat gut angefangen - mit einem Surftrip in Spanien! Wir verbrachten zwei intensive Wochen mit täglichen Surfsessions und natürlich viiiiiel Ausgleichstraining in der Nähe von Santander. Dank dem Knowhow unseres Guides Guido hatten wir (fast) immer perfekte Bedingungen!

29.-30.3.2009 - Europacup Finale in Isola2000 (FRA)

Für den letzten Europacup reisten wir gleich direkt von Splügen ins französische Isola2000. Entlang der Riviera mit Aussicht aufs Mittelmeer wähnte ich mich eher auf einem Surftrip als unterwegs zu einem Snowboard-Contest. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als wir bei dichtestem Schneefall in Isola eintrafen und in den Winter zurückkehrten. Über Nacht schneite es weiter und auch am Sonntag, als die Quali auf dem Programm stand, gingen die Schneefälle in ungeminderter Intensität weiter. Folglich präsentierte sich der an und für sich anständige Kurs mit coolen Banks, einigen Rollers und vielen kleineren Sprüngen in einem desolaten Zustand. Trotzdem wurde am Programm festgehalten und die beiden Quali-Läufe wurden unter schwierigsten Bedingungen durchgeführt. Nach einem verbremsten ersten Lauf konnte ich mich im zweiten steigern und qualifizierte mich auf dem 15. Platz in einem stark besetzten Feld für die Finals.

Am Montagmorgen trauten wir fast unseren Augen nicht: nach zwei Tagen Dauerschneefall strahlte die Sonne vom stahlblauen Himmel, was unsere Motivation für die Finals natürlich erheblich steigerte! Der Course wurde am Morgen nochmals gut präpariert und war kaum mehr wieder zu erkennen. Ich freute mich auf einen guten Saisonabschluss und nahm mir vor, nochmals Vollgas zu geben. Doch bereits in der ersten Runde war Endstation: Nachdem ich mir durch ein Überholmanöver den zweiten Platz erkämpft hatte, unterlief mir kurz vor dem Ziel in einer Rollersection ein Fehler, wodurch ich stürzte und mich der Rider hinter mir überholen konnte. Über mein Missgeschick regte ich mich ziemlich auf und ich habe wieder einmal gelernt, dass ein Lauf erst nach der Ziellinie fertig ist...

27.3.2009 - Schweizer Meisterschaft in Splügen

Für die Schweizer Meisterschaft vom Freitag in Splügen hat Course-Shaper Tschäff eine coole, technisch anspruchsvolle Startsection mit vielen kleinen Elementen gebaut, für die es sehr schnelle Beine brauchte. In den weichen Banks im unteren Abschnitt konnte man gut Speed machen.

Mir gelang eine super Quali: als Zweiter startete ich in die Finals. Dort überstand ich die ersten beiden Runden souverän mit Start-Ziel-Siegen. Im Halbfinal wurde es jedoch eng. Johnny Reichen war am Start minim schneller als ich und bog als Führender in die erste Bank ein. Ich musste ihm ausweichen und verlor dadurch Speed, weshalb mich Reto Steiner überholen konnte. Durch die folgenden Bankkombinationen jagte ich ihm hinterher und konnte den Abstand immer mehr verkleinern. In der Anfahrt auf den zweitletzten Sprung konnte ich Reto inside überholen, kam jedoch nicht ganz an ihm vorbei. Auf dem Absprung berührten sich unsere Boards, worauf ich den Sprung nicht mehr kontrollieren konnte und Reto wieder vorne war. Das hiess kleines Finale für mich. Dort traf ich auf Marvin James, Felix Arnold und Regino Hernandez (SPA). Der Spanier startete schnell und ging in Führung, während ich mich hinter Marvin an dritter Stelle einreihen musste. Daran änderte sich bis ins Ziel nichts - 7. Platz für mich.

20.-21.3.2009 - Europacup und FIS-Race in Lenk

Dank dem vielen Schnee konnten die Elemente im Lenker Course gross gebaut werden. Eine hohe, runde High-Speed Bank und ein grosser Table-top Kicker waren die Highlights. Zuerst stand am Freitag der Europacup auf dem Programm. Ich konnte mich im stark besetzten Feld mühelos für die Finals qualifizieren. Dort überstand ich die erste Runde problemlos, obwohl mich ein junger Italiener stark zu behindern versuchte. Im Viertelfinal touchierte mich kurz nach dem Start Willi Marugg (SUI), der spätere vierte, worauf ich auf der langen Geraden jeglichen Speed verlor und an vierter Stelle lag. Wegen zwei groben Fehlern gelang es mir nicht mehr, die anderen Riders zu überholen - 14. Platz.

Im FIS-Race vom Samstag, das sich wegen vielen verletzungsbedingten Unterbrüchen lange hin zog, schied ich nach guter Quali in der ersten Runde aus. Der neben mir gestartete Christopher Fischer (AUT) schnitt mir, als er einen Hauch Vorsprung hatte, kurz nach dem Start den Weg ab. Dabei berührte er meine Nose, worauf ich stürzte.

15.3.2009 - Europacupsieg in Disentis!

In Disentis erwartete uns dieses Jahr ein cooler Kurs mit einer technisch anspruchsvollen Startsection: Es galt zwei grosse Wutangs mit viel Airtime, gefolgt von zwei Cornern, zu bewältigen. Danach kamen neben anderen Elementen einige Double-Rollers, eine coole letzte Bank und ein fetter Zielsprung! Also endlich wieder einmal ein Kurs, der die Bezeichnung Boardercross auch wirklich verdiente!

Nach einem guten Zeitlauf lag ich an 6. Position vor den Finals.

Als ich das Finaltableau sah, war ich nicht gerade erfreut über meine Gegner im ersten Heat: Auf mich warteten Luca Matteotti (ITA), der Führende in der Europacup-Gesamtwertung, David Kallunder (AUT), Sieger in Tschechien, und mein Teamkollege Felix Arnold. Ich musste in diesem starken Heat also schon in der ersten Runde alles geben, wenn ich weiterkommen wollte. Dies gelang mir gut, und ich gewann vor Matteotti. Auch im Viertel- und Halbfinal war ich jeweils bereits am Start schneller als Matteotti und die anderen Rider und gewann beide Heats komfortabel. Für den Final qualifizierten sich neben dem Italiener und mir Sven Aschwanden (SUI) und Andrey Boldykov (RUS). Erneut gelang mir ein schneller Start, und ich lag nach den beiden Wutangs in Führung, Matteotti dicht hinter mir. Beim zweiten Corner erlebte ich eine Schrecksekunde, als sich Matteotti und ich in der Luft touchierten! Wir überstanden die kritische Situation jedoch beide, und an der Reihenfolge änderte sich nichts. Im schnellen unteren Teil liess ich nichts anbrennen und fuhr den Sieg ins Ziel. Ich freue mich riesig über meinen ersten Europacupsieg, den ich mit Start-Ziel-Siegen in sämtlichen Heats holte!

> Fotos vom Contest

2.-6.3.2009 1. Platz ISIA-Weltmeisterschaft in Maribor (SLO)

Bei grösstenteils strömendem Regen fand diese Woche in Maribor die ISIA-Weltmeisterschaft für Schneesportlehrer statt, wo es auch einen Boardercross gab. Diesen gewann ich bei fast vollständiger Abwesenheit ausländischer Konkurrenz in einem Fotofinish im Final mit Raoul Röst.

27.2.-1.3.2009 Europacup und FIS-Race in Rejdice (CZE)

Am ersten Tag hatten wir während dem zweistündigen Kurs genügend Zeit, den technisch einfachen Kurs in den Hügeln des böhmischen Waldes kennen zu lernen. Ausser einem Wutang am Start, einem Corner und einem kleinen Zielsprung bestand er nur aus sehr engen, schmalen Banks, die zwar gut zu fahren waren, in denen aber überholen unmöglich war.

Über Nacht fielen 30cm nasser Neuschnee, sodass der Course zuerst wieder hergerichtet werden musste. Die Organisatoren gaben sich alle Mühe, und so war der Course trotz der warmen Verhältnisse in einem recht guten Zustand.

In der Quali zum Europacup gelang mir ein guter Run. Die erste Runde der Finals überstand ich relativ komfortabel als zweiter hinter dem späteren Sieger David Kallunder (AUT). Im Viertelfinal startete neben Kallunder noch mein Teamkollege Felix Arnold im selben Heat. David legte einen starken Start hin und lag gleich in Führung. Eingangs erste Bank hatten Felix und ich einen Fight um Platz zwei, den er für sich entscheiden konnte. Daran änderte sich bis ins Ziel nichts mehr und ich war out - Platz 10.

Im FIS-Race vom Sonntag stürzte ich bei Regen und weichem Sulz in der Quali, weil ich beim Corner viel zu weit sprang. Trotzdem war ich als 28. noch für die Finals qualifiziert und kam dort bis ins kleine Finale - Platz 6.

15.-25.2.2009 - Universiade in Harbin, China - Finals: Bronzemedaille! 21.2.2009

Yeah, ich habe mein Ziel eine Medaille zu holen erreicht, wenn auch knapp: es ist die Bronzemedaille.

Die Finals fanden bei kalten -15 Grad, leichtem Schneefall und teilweise diffusem Licht statt. In der ersten Runde musste ich bereits kurz zittern: in Führung liegend machte ich einen Fehler auf der Zehenkante und lag kurz im Schnee, worauf mich der Zweite überholte. Da die anderen beiden Rider schon einen grossen Rückstand hatten, machte dies aber nichts und ich qualifizierte mich als Zweiter fürs Viertelfinal. Dort liess ich nichts anbrennen und gewann den Heat locker. Im Halbfinal musste ich etwas Glück beanspruchen: der Tscheche Vaclav Havlik bedrängte mich auf den Rollers nach dem Start, weshalb ich verkantete und als Vierter in die erste Bankkombination einbog. In der letzten Bank vor der langen Zielgeraden lieferten sich Havlik und David Bakes (CZE) jedoch einen harten Fight um den zweiten Platz. Das Resultat war, dass beide stürzten und ich der lachende Dritte war, der an ihnen vorbeifahren konnte und zusammen mit Marcin Bocian (POL) ins Final einzog. Das Final war dann etwas chaotisch: das Startgate konnte nicht richtig arretiert werden, weshalb es zu früh aufging, als alle vier Rider einen Gatestart machen wollten. Andreas Lausegger (AUT) konnte davon profitieren und startete als Erster. Ich und Luca Matteotti (ITA) folgten hinter ihm und waren in die erste Bank etwa gleichauf, bevor der Italiener einen minimen Vorsprung hatte. Eingangs zweite Bank setzte ich zu einem Überholmanöver an. Bevor ich Matteotti überholen konnte, stürzte dieser jedoch und ich crashte um ein Haar in sein Board, konnte im letzten Moment noch ausweichen, verpasste aber in der Folge ein Tor in der nächsten Bank. Da Matteotti infolge seines Sturzes ebenfalls ein Tor verpasste, gewann ich dank der schnelleren Quali-Zeit vor ihm die Bronzemedaille. Von dem Ganzen profitieren konnte Bocian, der Zweiter wurde, während Lausegger die Goldmedaille holte.

Am Abend fand eine pompöse Prize Giving Ceremony statt, wo wir unsere Medaillen erhielten! Die Fotos davon sind hier zu sehen: http://www.facebook.com/album.php?aid=101144&id=743305140&l=42338

15.-25.2.2009 - Universiade in Harbin, China - Training und Quali 20.2.2009

Nach drei Trainingstagen bei perfekten Verhältnissen auf dem genialen Course galt es heute erstmals Ernst: die Qualifikation stand auf dem Programm. Bereits den ersten Run brachte ich gut ins Ziel, sodass ich den zweiten locker angehen konnte. Schliesslich klassierte ich mich auf dem 3. Platz hinter Mateusz Ligocki (POL) und David Bakes (CZE).

Ich hoffe natürlich, dass ich morgen in den Finals diese Klassierung mindestens halten kann! Der schnelle Kurs mit vielen Sprüngen gefällt mir gut, es sollte also einer guten Show morgen nichts im Wege stehen...

15.-25.2.2009 - Universiade in Harbin, China - Erste Eindrücke 16.2.2009

Dass dieser Event nach chinesischer Art streng durchorganisiert sein würde haben wir eigentlich erwartet, und auch auf das eisige Klima hier in Maoershan Mountain in der Nähe von Harbin waren wir vorbereitet. In beiderlei Hinsicht gingen die Erwartungen in die richtige Richtung, wurden aber von den realen Verhältnissen deutlich übertroffen! Bereits am Flughafen in Peking wurde meine aus vier Personen bestehende Reisegruppe von vier chinesischen Offiziellen empfangen, die uns mit den insgesamt 270kg Gepäck behilflich waren und uns zum Anschlussflug nach Harbin begleiteten. Das Athletendorf wird von einigen hundert Chinesischen Soldaten bewacht, die Tag und Nacht bei Tageshöchsttemperaturen um die -12 Grad draussen patroullieren...

Das Resort ist nicht gerade gigantisch - zwei Lifte führen auf einen etwa 200m hohen Hügel, und natürlichen Schnee hat es praktisch keinen. Mit der Produktion von Kunstschnee wurde jedoch glücklicherweise nicht gespart, sodass ein schöner BX-Course parat steht, zumindest soweit sich dies auf den ersten Blick sagen lässt. Der Course macht einen ziemlich anspruchsvollen Eindruck: er ist lang und beinhaltet grosse Kicker und Double-Rollers. Jetzt freue ich mich auf das erste Training...

6.-8.2.2009 - Doppeleuropacup in Kongsberg, Norwegen

Im kalten norwegischen Winter wartete ein perfekter Course auf uns. Dank den grossen Sprüngen, gut geshapten Banks und coolen Rollers machte es von Beginn an einfach nur Spass, die 1:30 lange Strecke zu fahren.

Der erste Contest fand am Samstag bei eisiger Kälte und dichtem Schneefall statt. In der Quali gelang mir in beiden Läufen keine perfekte Fahrt, es reichte jedoch gut für die Finals. Die erste Runde in den Heats habe ich mühelos überstanden, im Viertelfinal war jedoch leider schon Endstation. Weil ich bei einem Wutang gleich nach dem Start den Rider neben mir in der Luft touchierte, verlor ich bei der Landung allen Speed, musste mich als Vierter einreihen und konnte nicht mehr überholen - 13. Platz.

Für den zweiten Contest vom Sonntag war der Schneefall etwas weniger dicht, aber es war nach wie vor bitterkalt. Im zweiten Quali-Lauf konnte ich mich gegenüber dem ersten beträchtlich verbessern und lag vor den Finals auf Platz 8. Im ersten Heat ist mir ein guter Start gelungen und ich konnte gleich die Führung übernehmen. Dann passierte mir aber ein blöder Fehler: in einer Bank, wo ich zuvor nie auch nur den Hauch von Problemen hatte, stürzte ich einfach... über dieses unnötige Out in der ersten Runde hab ich mich natürlich ziemlich aufgeregt - 18. Platz.

23.-25.1.2009 - Doppeleuropacup in St. Gallenkirch, Österreich

Auf einer miserablen Strecke, die nicht einmal den Namen Boardercross verdiente, quälten wir uns drei Tage lang ab. Man musste sich unterwegs durch Alpenrosen, herumliegende Steine und unzählige Schläge durchkämpfen. Technische BX-Elemente wie Banks, Rollers oder anständige Sprünge haben fast komplett gefehlt. Offenbar haben die lieben Veranstalter in St. Gallenkirch nichts gelernt aus den vergangenen Jahren, als der Course jeweils auch schlecht war.

Im ersten Europacup mit Finals am Samstag kam ich komfortabel eine Runde weiter, bevor ich im 1/4-Final stürzte und damit out war - Rang 13. Im zweiten EC vom Sonntag bin ich in der ersten Runde schnell gestartet und war auf die erste Kurve hin in Führung. In der viel zu engen Passage wurde ich jedoch weggestossen und verlor den ganzen Speed, wodurch mich die anderen drei Rider überholten. Mein Protest gegen das Foul wäre zwar gut geheissen worden, da ich bei einer Disqualifikation aber bestenfalls Dritter des Heats geworden wäre, nützte mir dies nichts und ich war out...

Den nächsten Europacup am kommenden Weekend lasse ich aus und bin dann in zwei Wochen in Norwegen wieder am Start!

12.-19.1.2009 - Erste Europacups in Bad Gastein, Cortina und Puy St. Vincent

Die Saison ist jetzt richtig los gegangen mit drei Europacups innert einer Woche! Leider war ich zu Beginn der Tour durch Österreich, Italien und Frankreich noch nicht ganz fit. Bei einem Sturz im Training Ende Dezember hatte ich mich leicht an der Schulter verletzt.

Trotzdem lief es mir in Bad Gastein auf dem super coolen Course mit vielen grossen Sprüngen zu Beginn sehr gut: Im Zeitlauf klassierte ich mich auf dem 5. Platz. Für einen optimalen Start im Heat fehlte jedoch die entscheidende Schnellkraft noch und ich schied in der ersten Runde aus.

In Cortina trafen wir einen nicht gerade Europacup-würdigen Course mit vielen Schlägen und komischen Slalom-Passagen an. Auch in Italien war ich im Zeitlauf gut dabei, bevor ich - erneut wegen eines zu langsamen Starts - wieder in der ersten Runde out war.

Glücklicherweise gabs in Frankreich dann wieder einen schönen Course mit guten Banks zu fahren. Diesmal musste ich mich mit einem hinteren Platz in der Quali zufrieden geben. Dafür kam ich in den Heats endlich mal über die erste Runde hinaus. In Puy St. Vincent hat mich die Schulterverletzung nicht mehr gross behindert, entsprechend war ich auch schneller am Start. Im 1/4-Final war jedoch trotzdem Endstation. In einem Photo-Finish mit meinem Teamkollegen und späteren Sieger Thomas Feldmann sowie dem Franzosen David Durand zog ich den Kürzeren.

18.-20.12.2008 – SBX-Worldcup Arosa

Nach dem Training vom Donnerstag hatte ich mich eigentlich wohl gefühlt auf dem technisch eher einfachen Kurs von Arosa mit vielen Gleitstrecken und Rollers. In der Qualifikation vom Freitag verlor ich bei schwierigen Wetterverhältnissen – Schneefall und Nebel – jedoch extrem viel Zeit und hatte keine Chance auf die Finals der Top 32.